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Haas, Haas, true Johann Honorius
* --vor 1692 Kirchdorf an der Krems/OÖ oder Kremsmünster/OÖ, † --nach 1738 Leibnitz?/St. Komponist, Organist. Sohn von Franz Karl, Besitzer des Hanfeldhofes bei Kirchdorf und später Hofmeister im Stift Kremsmünster, und der Susanna H. Erste musikalische Ausbildungen wird H. wohl in Kremsmünster erhalten haben. Um 1710 muss er dann Organist in Spital am Pyhrn gewesen sein. Vor bzw. bis 1712 diente er als substituierender Organist in Maria Trost bei Graz. Im August 1712 erbat sich der Rat der Stadt Leibnitz aus Kremsmünster Informationen über ihn, da H.s Hochzeit geplant war. Zu dieser Zeit wurde von ihm bereits als Komponisten gesprochen. Am 3.10.1712 ehelichte H. Anna Maria Wenger in Leibnitz. Der Ehe entsprossen mindestens sechs Kinder: Franz Karl (* 26.2.1719), Matthias Karl (* 11.2.1722), Johann Augustin (* 16.8.1724), Cäcilia Juliana (* 14.11.1726), Karl Philipp (* 23.8.1729) und Marianus Engelbert (* 4.11.1731). Erstaunlich ist, dass H. 1719 und 1722 als Schulmeister, 1724 und 1726 als Kantor und danach wieder als Schulmeister und Organist bezeichnet wurde. Auch seine Vornamen sind nicht immer gleich, obwohl es sich eindeutig immer um ein und dieselbe Person handelt. Nach 1738 verlieren sich die Spuren zu ihm. 1741 scheint in Leibnitz ein neuer Schulmeister auf. Von H.s Kompositionen hat sich nichts erhalten.
Literatur
Kellner 1956, 318; StMl 22009; Trauungsbuch der Pfarre Leibnitz 1679–1719, pag. 376; Taufbuch der Pfarre Leibnitz 1714–34, pag. 134, 214, 276, 393, 429.

Autor(en)
Klaus Petermayr
Empfohlene Zitierweise
Klaus Petermayr, Art. „Haas, Johann Honorius‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 8.10.2021]