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Heißler Heißler true (eig. Häußler), Karl
* 1823-01-1818.1.1823 Neubau (Wien VII), † 1878-11-1313.11.1878 Wien. Geiger. Dürfte ersten Unterricht von I. v. Seyfried erhalten haben und wurde 1834–40 am Konservatorium der GdM durch Jos. Böhm, G. Hellmesberger und M. Durst ausgebildet (Nebenfächer: Gesang, Klavier). Ab 1841 war H. Geiger im Hofburgtheaterorchester und spielte ab 1843 auch in der Hofmusikkapelle (anfangs als Substitut, 1860–78 als wirkliches Mitglied); ab 1845 spielte H. gemeinsam mit M. Durst und K. Schlesinger im Schuppanzigh-Quartett. 1852 wird er bei seiner Verehelichung als Mitglied der Hofkapelle, des Hofburgtheaterorchesters (1864 suchte er um Entlassung an) und der Domkapelle zu St. Stephan bezeichnet. 1853–78 unterrichtete H. am Konservatorium der GdM, zunächst vermutlich als Supplent/Substitut für J. Hellmesberger d. Ä., erst 1859/60 wird er als Prof. der zweiten Klasse der Violinschule genannt. 1859–71 war er erster musikalischer Leiter des Orchestervereins der GdM, 1870–78 auch Präses des Haydn-Vereins (Tonkünstler-Sozietät).
Ehrungen
Silberne Gesellschaftsmedaille der GdM 1840.
Literatur
Wurzbach 8 (1862); MGÖ 2 (1995); Th. Antonicek in StMw 29 (1978); Köchel 1869; R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der K. k. GdM 1912, 324 u. 331; C. F. Pohl, Denkschrift aus Anlass des hundertjährigen Bestehens der Tonkünstler-Societät 1871; C. F. Pohl, Die Ges. der Musikfreunde des österr. Kaiserstaates u. ihr Conservatorium 1871, 148; H. Mansfeld in Jb. der Ges. f. Wr. Theaterforschung 13 (1961); W. Schubert, Der Orchesterverein der GdM 2009, 43–48 u. Anlage 1; Allgemeine Wr. Musik-Ztg. 23.9.1841, 479; NFP 15.11.1878, 4; Morgen-Post 16.11.1878, 2; Taufbuch 1823–26 der Pfarre St. Ulrich (Wien VII), fol. 7; Trauungsbuch 1850–53 der Alservorstadtpfarre (Wien VIII), fol. 189; eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM).


Die Tänzerin Barbara H. (* 10.12.1831 Josefstadt [Wien VIII], † 27.6.1908; ab 1857 mit A. Ander verheiratet), Schülerin von Pasquale Borri und 1848–54 Solotänzerin an der Wiener Hofoper, war nicht seine Schwester.


Literatur
Raab 1994; H. Mansfeld in Jb. der Ges. f. Wr. Theaterforschung 11 (1959); Wurzbach 14 (1865), 382 [Ander]; Neues Wr. Journal 30.6.1908, 9; Taufbuch 1831–35 der Pfarre Maria Treu (Wien VIII), fol. 10; Sterbebuch 1899–1908 der Pfarre Mariahilf (Wien VI), fol. 253.

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher/Christian Fastl, Art. „Heißler (eig. Häußler), Karl‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 22/06/2020]