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Herbert, Herbert, true Peter
* 1960-02-2929.2.1960 Bludenz/V. Bassist, Komponist, Bandleader. Als Kind Klavierunterricht, lernte 1976–78 Kontrabass am Bregenzer Konservatorium, Jazzstudium 1981–86 an der Grazer MHsch., 1987–89 am Berklee College of Music Boston/USA (Diplom für „Bass Jazz Performance“). Lebte 1989–2003 als freischaffender Musiker in New York, seither wohnhaft in Paris. 1994 Mitbegründer und musikalischer Leiter des New Yorker Festivals für zeitgenössische Musik AnyArt, 1999 Gründung eines eigenen Internet-Plattenlabels (Azizamusic). Als Jazzmusiker (Jazz) arbeitete er u. a. mit dem Marc Copland/John Abercrombie Quartet, dem Vienna Art Orchestra, dem Wolfgang Muthspiel Trio, dem Christian Muthspiel Trio und mit Musikern wie A. Farmer, Clifford Jordan, Art Blakey, Woody Shaw u. v. a., im Bereich zeitgenössischer Musik als Solist mit dem London Symphony Orchestra, dem Houston Symphony Orchestra, der Camerata Bregenz u. a. zusammen. Als Komponist konnte er sich mit Auftragswerken für Orchester, Chor- und Kammermusik, Filmmusik und Musik für Avantgarde-Theater profilieren (Aktionstheater-Ensemble Wien, Theater Kosmos Bregenz, Theater k.l.a.s., La Voz Festival/New Mexico). Seit einiger Zeit widmet er sich der zeitgenössischen Improvisationsmusik und versucht sowohl als Solist als auch im Duo mit dem Pianisten Peter Madsen (CDs Puppet’s Dance und Darkness Pursues the Butterfly) oder mit dem Gitarristen David Tronzo (CD Segmente) stilistisch eigenständige Wege zu gehen. Darüber hinaus Beschäftigung mit arabischer Musik (u. a. zusammen mit dem Ud-Spieler Marcel Mhalifé). Seit 2007 Unterricht an der Anton Bruckner Privatuniv. in Linz (JIM). Zu seinen aktuellen (2012) Projekten zählen u. a. P. H. Joni mit ena, W. Mitterer und dem Koehne Quartet oder das Trio Heginger – Cech – H. mit A. Heginger und Chr. Cech.
Ehrungen
1. Preis bei Jugend musiziert 1979 (als Pianist); 1. Preis beim 1. österr. Jazzwettbewerb mit dem W. Muthspiel Trio 1988; Eddie Gomez Jazz Masters Award vom Berklee College of Music 1989; Förderungspreis des Landes Vorarlberg 1993 (als Komponist); Hans Koller-Preis als „Musiker des Jahres 2001“.
Werke
ca. 70 CD-Produktionen, darunter zahlr. Kompositionen wie die CDs Communications Error für Nonett und Tonband, 1999; P. H. – aktionstheater ensemble 2000 – music for theatre, 2000; Bassooka, für Solo-Bass, 2001; ein Projekt zum Bach-Jahr: B-A-C-H, A Chromatic Universe, 2001; ein Multimediaprojekt Filmrequiem, 1999; Film von Gerhard Klocker (M: P. H.), P. H. – A Portrait on Music 1999; Multi Media Installationen, Theater-, Filmmusik, Orchesterwerke, Kammermusik.
Literatur
www.azizamusic.com (1/2012); MGÖ 3 (1995); www.mica.at (8/2004).http://de.wikipedia.org (1/2012).

Autor(en)
Elisabeth Kolleritsch
Georg Demcisin
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Kolleritsch/Georg Demcisin, Art. „Herbert, Peter‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 10/06/2021]