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HofmannHofmanntrue (verh. Tomeček; Tometschek-H., Tomeček-H., H.-Tomeček), Hilde (Hilda; eig. Hildegard Caroline)
* 1897-08-1313.8.1897 Klamm am Semmering/NÖ † 1965-03-044.3.1965 Wien. Konzertsängerin (Sopran), Lehrerin. Tochter des Buchhalters und Prokuristen Augustin H. und seiner Frau Cäcilia, geb. Haselauer. H. legte 1917 die Reifeprüfung an der Lehrerbildungsanstalt Wien VIII ab und war in den folgenden Jahren städtische Lehrerin. Am 19.10.1919 heiratete sie den Versicherungsbeamten Franz Tomeček. Zumindestens 1921 unterrichtete sie an der Volksschule Leopoldsgasse 3 [Wien II], danach ist sie als Lehrerin nicht mehr fassbar. Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie bei Friedrich Wilhelm Niedermeyer und C. Lafite. Ab 1925 als Solistin (Sopran) an verschiedenen Wiener Kirchen tätig (u. a. St. Laurenz am Schottenfeld [Wien VII], Jesuitenkirche [Wien I], Gardekirche [Wien III]). Hauptsächlich sang sie an St. Johann Nepomuk [Wien II] (1926–28) und v. a. an der Pfarre Altlerchenfeld [Wien VII] (1928–38) unter der Leitung von Friedrich August Thomek, vielfach mit dem Singverein Michael Haydn (sie war spätestens ab 1931 dessen Mitglied sowie 1934 im Vorstand). 1926–29 gab sie Liederabende in der Urania (Wien I). 1926 dürfte sie eine Konzertreise in die Tschechoslowakei unternommen haben. 1927–43 regelmäßige Mitwirkung an Konzerten (u. a. ein jährlicher eigener Liederabend) im Wiener Musikverein, 1928–50 vereinzelt auch Auftritte im Wiener Konzerthaus. Eine enge künstlerische Zusammenarbeit verband sie mit C. Lafite (u. a. wirkte sie 1933–38 als Ausführende bei seinen Stilbildungskursen für künstlerische Begleitung). Parallel zu ihrem konzertanten Wirken war sie wohl als private Gesangspädagogin tätig. Als Liedinterpretin widmete sie sich neben klassischem und romantischem Repertoire verstärkt Werken lebender Komponisten und Komponistinnen aus Österreich (u. a. von Trude Kaff und C. Lafite). Sie ist Widmungsträgerin einiger Lieder von Johannes Heinz und J. G. Daninger. Zeitgenossen beschrieben ihre Sopranstimme als ideal für Kirchenmusik und Oratorium.
Literatur
Wissenschaft und Kunst in der dt. Ostmark 1938, Sp. 1260f; Niederösterr. Lehrerbuch 1921, 177; Reichspost 15.5.1925, 6, 9.6.1926, 8, 10.7.1926, 8, 13.3.1927, 33, 2.4.1927, 8, 25.4.1927, 8, 11.11.1927, 5, 30.4.1929, 5; Neues Wr. Abendbl. 17.4.1934, 4, 14.7.1934, 4; Illustrierte Kronen Ztg. 5.1.1926, 6f, 12.4.1927, 9, 7.10.1927, 11, 14.1.1928, 8, 17.2.1928, 7; Neues Wr. Tagbl. 31.3.1926, 12, 11.4.1929, 8, 13.10.1932, 9, 13.12.1932, 9, 18.5.1933, 10, 11.5.1934, 8, 16.6.1935, 14, 21.2.1937, 14; Der Tag 22.3.1928, 7; Kleine Volks-Ztg. 18.4.1928, 9; Der Wr. Tag 29.3.1931, 20; Neues Wr. Journal 30.12.1933, 10; Die Stunde 15.3.1934, 6; Österr. Kunst 5/1935, 15; Gerechtigkeit 26.3.1936, 12; Völkischer Beobachter 21.6.1938, 15; Taufbuch der Pfarre Klamm am Semmering 1879–99, fol. 158; Trauungsbuch der Pfarre Klamm am Semmering 1888–1929, fol. 124; Musikslg. der ÖNB (MS21728-4°; MS22669-4°; MS23146-4°; MS23150-4°; MS24351-4°); eigene Recherchen (http://konzerthaus.at/datenbanksuche; www.musikverein.at/konzertarchiv; www.anno.onb.ac.at).
Autor*innen
Bettina Graf
Letzte inhaltliche Änderung
1.8.2022
Empfohlene Zitierweise
Bettina Graf, Art. „Hofmann (verh. Tomeček; Tometschek-H., Tomeček-H., H.-Tomeček), Hilde (Hilda; eig. Hildegard Caroline)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 1.8.2022, abgerufen am ), https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_H/Hofmann_Hilde.xml
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Wissenschaft und Kunst in der dt. Ostmark 1938, Sp. 1261.


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