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Hopp, Hopp, Friedrich Ernst: Familie
Friedrich Ernst: * 1789-08-2323.8.1789 Brünn, † 1869-06-2323.6. 1869 Wien. Schauspieler, Sänger und Dramatiker. Zunächst Kaufmann, trat aber schon früh als Schauspieler und Sänger auf. Spielte in Brünn, 1819/20 in Graz, 1820–22 in Pressburg und Baden bei Wien, 1822–46 am Theater in der Josefstadt und ab 1825 am Theater an der Wien. Mit dem Auftreten J. N. Nestroys verlor er nach und nach die Gunst des Publikums und wirkte an kleinen Provinztheatern. Seine Theaterstücke wurden u. a. von F. Gläser, M. Hebenstreit, A. Müller, G. Ott und Ph. J. Riotte mit Musik unterlegt.
Werke
zahlreiche Possen.
Literatur
ÖBL 2 (1959); Stieger III/2 (1980).


Sein Sohn

Julius Joseph: * 19. [nicht 18.] 5.1819 Graz, † 28.8.1885 Wien. Komponist und Übersetzer. Trat erstmals als Komponist 1836 am Theater an der Wien mit der Musik zu einer Posse seines Vaters Die Bekanntschaft im Paradeisgartel auf. Vier Lieder daraus wurden 1837 von T. Haslinger gedruckt. In der Folge schrieb er die Musik zu einigen Possen seines Vaters, die am Theater an der Wien, später auch am Carltheater uraufgeführt wurden, zum Teil aber auch auf anderen Bühnen, etwa in Teplitz, Graz, Brünn, Pressburg oder Ofen (Budapest) über die Bühne gingen. Um 1845 Kapellmeister am Theater in Klagenfurt. 1858 Verbindung zum Theater in der Josefstadt, 1863–68 komponierte er wieder für das Theater an der Wien, weiters für das Carltheater, Strampfertheater und Fürsttheater. Zuletzt verarmt und psychisch krank, starb er in der Landesirrenanstalt. Die Bedeutung H.s für die Wiener Theatergeschichte liegt in der Übersetzung und Adaption von 16 Werken J. Offenbachs für das Theater an der Wien.


Werke
Operetten (Ein Deutschmeister 1864, Der geheimnisvolle Dudelsack 1865, Das Donauweibchen und der Ritter vom Kahlenberg 1866, Morilla 1868, Nach Mitternacht und Die Sackgasse 1869); Burlesken und Parodien (Der Postillon von Langenlois 1864; Fäustling und Margarethl 1864 [in versch. Fassungen], Der Freischütz 1867, Hammlet 1874); Singspiele; Musik zu Possen; Libretto zu Der Teufel auf Erden für F. v. Suppè (1874); Übersetzung der Carmen von Georges Bizet (unter dem Pseud. D. Louis) 1875; Arrangements von eigenen und fremden Werken, Potpourris, Quadrillen etc.
Literatur
NGroveD 11 (2001); NGroveDO 2 (1992); Bauer 1955; StMl 1962–66; Stieger II/2 (1977); Ulrich 1997; Wurzbach 8 (1862); Pazdirek 8 (1904–10); Znaimer Wochenbl. 5.9.1885, 9; Neue Illustrirte Ztg. 6.9.1885, 795; Wr. Ztg. 18.7.1837, 935; Allgemeine Theaterztg. u. Originalbl. 13.11.1837, 924; Neue komische Briefe des Hans-Jörgels von Gumpoldskirchen Bd. 3, H. 2 (1838), 52f; Klagenfurter Ztg. 22.1.1845, 28; Der Aufmerksame 15.9.1842, [4]; Morgenbl. f. gebildete Stände 3.8.1837, 740; Fremden-Bl. 28.3.1849, [4]; Taufbuch der Pfarre Graz-Dom 1813-27, fol. 863; eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at).

Autor(en)
Andrea Harrandt
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt/Monika Kornberger, Art. „Hopp, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 10/09/2002]
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
© Regenterei Kremsmünster
© Regenterei Kremsmünster
Neue Illustrirte Ztg. 6.9.1885, 795© ANNO/ÖNB

GND
Hopp, Friedrich Ernst
Weiterführende Literatur (OBV)
GND
Hopp, Julius
Weiterführende Literatur (OBV)

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