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Horovitz, Horovitz, true Joseph
* 1926-05-2626.5.1926 Wien, † 2022-02-099.2.2022 London. Dirigent, Komponist und Pianist. Nach erstem Musikunterricht in seiner Heimatstadt musste H. noch als Kind 1938 Wien verlassen (Exil). Sein Studium absolvierte er in Oxford (u. a. bei E. Wellesz) bzw. am Royal College of Music in London (u. a. bei Gordon Jacob) und in Paris bei Nadja Boulanger; ab 1950 gewann H. mit seinen Werken zahlreiche Kompositionspreise, wurde aber auch als Dirigent (z. B. ab 1952 bei den Balletts Russes) und Pianist bekannt. 1961–81 war er Prof. für Komposition am Royal College of Music (seit 1981 Fellow). International durch Musikkompositionen zu TV-Serien bekannt. H. engagierte sich in Fragen des Urheberrechtes (1969–96 Vorstand der Performing Right Society) und war 1981–89 Präsident des Conseil International des Auteurs de Musique (CIAM). H.s Werke sind stilistisch vielfältig, witzig, und klingen trotz ausgefeilter technischer Arbeit leicht und unbeschwert; H. bekannte sich dazu, „ein ganz reaktionärer, vom Jazz beeinflußter, fast verbissener Tonalist“ (1996) zu sein.
Ehrungen
Commonwealth Medal for composition 1959; Ehrenmitglied des Royal College of Music 1981; Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Wien 1996, Nino Rota Preis 2002; Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 2007; Cobbett Medal 2008; zwei Ivor Novello-Auszeichnungen; Ehrenmitglied des Österreichischen Komponistenbundes.
Werke
The Dumb Wife, Gentleman’s Island (Opern); Alice in Wonderland, Les femmes d’Alger, Concerto for Dancers, Let’s Make a Ballet, Miss Carter Wore Pink (Ballette); Orchesterwerke; Werke für Blasorchester, Chorwerke (Horrortorio, Samson, Lady Macbeth); Kammermusik, Filmmusik.
Literatur
NGroveD 11 (2001); MaÖ 1997; W. Suppan in ÖMZ 52/7 (1997); Orpheus im Exil 1995; NGroveDO 2 (1992), www.wikipedia.org (8/2022); www.wisemusicclassical.com (8/2022); www.chesternovello.com (2/2012).
Autor*innen
Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
2.8.2022
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Horovitz, Joseph‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 2.8.2022, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d21c
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.


DOI
10.1553/0x0001d21c
GND
Horovitz, Joseph: 128639199
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