
Iffert,
August
* 31.5.1859 Braunschweig/D,
† 13.8.1930 Dresden/D.
Musikpädagoge, Opernsänger (Bariton), Musikschriftsteller.
Nach seiner Schulzeit in Hannover/D studierte I. Gesang am Konservatorium in Leipzig/D sowie an der MHsch. Berlin. Hiernach sang er in seiner kurzen Bühnenkarriere u. a. die Rolle des Don Fernando in L. v. Beethovens Fidelio sowie die Rolle des Valentin in Charles Gounods Faust, konzentrierte sich jedoch früh aufs Unterrichten. Ab 1884 war I. als privater Gesangslehrer in Leipzig tätig und entwickelte bald eine eigene Methode, die auch später von seinen Schüler:innen verbreitet wurde. Ab April 1891 unterrichtete er Sologesang am Konservatorium in Köln/D sowie ab 1893 am Konservatorium Dresden. Bereits 1895 erhielt I. einen Ruf an das Wiener Konservatorium der GdM, trat hier jedoch erst 1904 (nicht 1898) die Nachfolge von J. Gänsbacher an. Während seiner Wiener Zeit lehnte er ein weiteres Angebot aus New York/USA ab. Bereits 1909 ging er zurück nach Sachsen und wirkte als privater Gesangslehrer in Lößnitz/D, bevor er 1924 wieder eine Stelle am Konservatorium in Dresden erhielt. I. gilt als einer der bedeutendsten Gesangspädagogen seiner Zeit und verfasste mehrere Lehrwerke. Zu seinen Schüler:innen zählten u. a. Karl Bagar, Julij Betetto, Elise Breuer, Anton Bürger, Wilhelm Cronberger, Albert Fischer, Katharina Fleischer-Edel, E. Gund, H. Gürtler, H. Knöll, Frieda Langendorff, A. Lukáts-Pardo, E. und P. Schmedes sowie Eva von der Osten.
Ehrungen
Prof.-Titel 1905; Straße in Radebeul/D (1935–66; heutige Makarenkostraße).
Prof.-Titel 1905; Straße in Radebeul/D (1935–66; heutige Makarenkostraße).
Schriften
Allgemeine Gesangsschule 1895; Sprechschule f. Schauspieler u. Redner 1911; Etwas vom Gesange 1929; gemeinsam mit Albert Fuchs Hg. von zahlreichen Unterrichtswerken von Marco Bordogni (alle Universal-Edition).
Allgemeine Gesangsschule 1895; Sprechschule f. Schauspieler u. Redner 1911; Etwas vom Gesange 1929; gemeinsam mit Albert Fuchs Hg. von zahlreichen Unterrichtswerken von Marco Bordogni (alle Universal-Edition).
Literatur
Müller-Asow 1929; Musikalisches Wochenbl. 18.3.1886, 157, 1.3.1888, 117, 26.2.1891, 128, 29.6.1893, 391; Signale f. die musikalische Welt H. 44 (1892), 699, H. 22/23 (1919), 378; Neues Wr. Tagbl. 26.6.1904, 11, 24.11.1906, 5; Illustrirtes Wr. Extrabl. 9.7.1905, 10; Sport u. Salon 26.6.1909, 11, 9.10.1909, 10; Wr. Neustädter Ztg. 13.11.1912, 3; NZfM 97 (1930), 864; Das kleine Volksbl. 15.8.1930, 14; Kölnische Ztg. 22.12.1892, 1; Dresdner Journal 27.9.1895, 1669, 9.3.1896, 440, 1.3.1912, [9]; Sächsische Staatsztg. 30.5.1919, [5], 13.8.1930, 3; www.de.wikipedia.org (9/2025); eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM; www.anno.onb.ac.at; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper; www.onb.ac.at).
Müller-Asow 1929; Musikalisches Wochenbl. 18.3.1886, 157, 1.3.1888, 117, 26.2.1891, 128, 29.6.1893, 391; Signale f. die musikalische Welt H. 44 (1892), 699, H. 22/23 (1919), 378; Neues Wr. Tagbl. 26.6.1904, 11, 24.11.1906, 5; Illustrirtes Wr. Extrabl. 9.7.1905, 10; Sport u. Salon 26.6.1909, 11, 9.10.1909, 10; Wr. Neustädter Ztg. 13.11.1912, 3; NZfM 97 (1930), 864; Das kleine Volksbl. 15.8.1930, 14; Kölnische Ztg. 22.12.1892, 1; Dresdner Journal 27.9.1895, 1669, 9.3.1896, 440, 1.3.1912, [9]; Sächsische Staatsztg. 30.5.1919, [5], 13.8.1930, 3; www.de.wikipedia.org (9/2025); eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM; www.anno.onb.ac.at; https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper; www.onb.ac.at).
Autor*innen
MWA
Letzte inhaltliche Änderung
7.11.2025
Empfohlene Zitierweise
MWA,
Art. „Iffert, August“,
in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung:
7.11.2025, abgerufen am ),
https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_I/Iffert_August.xml
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