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Jabornik, Jabornik, true Viktor
* 1862-07-2222.7.1862 Schwanberg/St, † 1933-02-2121.2.1933 Judenburg/St. Lehrer und Volksmusiksammler. Nach der Matura besuchte J. die Lehrerbildungsanstalt in Graz, wo er J. Gauby kennenlernte, dem er seine Liebe für Volkslieder verdankte. Neben dem Lehramtsstudium besuchte er die MSch. des Musikvereins für Steiermark. Nach seinem Studienabschluss wurde er Lehrer in Bruck an der Mur und in Radmer/St. In dieser Zeit begann J. mit dem Sammeln von Volksliedern. 1888 wurde er Oberlehrer in Kalwang/St, wo er u. a. einen Männergesangverein sowie eine Blaskapelle gründete. Ab 1903 unterrichtete er an der Keplerschule (heute BRG Kepler) in Graz, danach wurde er Direktor der Grazer Brockmann-Volksschule. Zu dieser Zeit lernte er V. Zack kennen, der ihn zur weiteren Sammlung von Volksliedern ermunterte. 1906 wurde J. Bezirksschulinspektor in Judenburg, wo er seine Sammeltätigkeit und die Zusammenarbeit mit dem Arbeitsausschuss für das deutsche Volkslied in der Steiermark (heute: Steirisches Volksliedwerk) fortsetzte.
Schriften
(Auswahl): Edelrauten. 25 Lieder aus der grünen Steiermark 1894; 94 Sagen aus den Bezirken Judenburg, Knittelfeld, Obdach und Oberzeiring 1931; W. Suppan (Hg.), Edelrauten und Stoanröserln. Steirerlieder [aus der Sammlung J.] 1976.
Literatur
W. Suppan in Bll. für Heimatkunde 39 (1965); W. Suppan in JbÖVw 19 (1970); StMl ²2009; J. Bermúdez in H. Brenner et. al. (Hg.), LiedSammlerVolk. Volksliedsammler und -sammlerinnen in der Steiermark 2016.

Autor(en)
Eva Maria Hois
Empfohlene Zitierweise
Eva Maria Hois, Art. „Jabornik, Viktor‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 22/11/2019]