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Jaksch, Jaksch, true Josef
* 1861-03-1818.[nicht 31.]3.1861 Drum bei Böhmisch Leipa (Stvolínky, Česká Lipa/CZ), † 1937-02-1515.2.1937 Wien. Lehrer, Chorleiter. Absolvierte die Realschule in Böhmisch Leipa und kam 1880 nach Wien. Hier studierte er zwei Jahre an der Technischen Hsch., entschied sich jedoch für den Lehrerberuf und besuchte die Lehrerbildungsanstalt. Nach Ablegung der Lehrbefähigungsprüfung begann er 1887 seine Laufbahn als Lehrer an Wiener Schulen. 1924 wurde er als Bürgerschuldirektor pensioniert. Ab 1884 betätigte sich J. auch als Sänger, 1886–1937 war er als Funktionär in Männergesangvereinen tätig: Gründer und zeitweise auch Chormeister (noch 1901) des Touristen-Sängerchores; ab 1892 Mitglied, 1896–1921 in der Vereinsleitung des Wiener Schubertbundes (1896–1902 Vorstandstellvertreter bzw. 2. Vorstand, dann bis 1921 1. Vorstand; Chormeister waren in dieser Zeit u. a. A. Kirchl, F. Rebay, H. v. Schmeidel und H. Wagner); 1899/1900 Vorstandstellvertreter und 1900–37 hochgeachteter Vorstand des Niederösterreichischen (später: Ostmärkischen) Sängerbundes. Ab 1912 Mitglied des Gesamtausschusses des Deutschen Sängerbundes, gehörte er 1925–33 dessen Hauptausschuss an. 1908 initiierte J. in Wien die Sängerhuldigung zum 60-jährigen Thronjubiläum Franz Josephs I. und erreichte 1928, dass das 10. Deutsche Sängerbundesfest in Wien stattfand. Er nannte sich Josef A. J., war aber nur auf den Namen Josef getauft.
Gedenkstätten
Gedenktafel an seinem Geburtshaus 1936; J.gasse (Wien XIV); Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof.
Ehrungen
Kaiserlicher Rat 1908; Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens 1913; Schulrat 1921; Hofrat 1926; Bürger der Stadt Wien 1931; zahlreiche ausländische Auszeichnungen; Ehrenvorstand des Ostmärkischen Sängerbundes 1924; Ehrenmitglied von ca. 130 Sängervereinigungen (u. a. des Österreichisch-süddt. Chormeisterverbandes 1929).
Literatur
A. Weiß, Fünfzig Jahre Schubertbund 1913; Czeike 3 (1994); ÖBL (1965); F. Planer (Hg.), Das Jb. der Wr. Ges. 1929; A. Weiß in Festbll. f. das 10. Dt. Sängerbundesfest 1928, F. 2 (Oktober 1927); Dt. Kunst- u. Musik-Ztg. 25.12.1901, 254; Illustrierte Kronen-Ztg. 27.5.1908, 6, 11.10.1921, 4, 26.7.1928, 5; NFP 20.8.1913, Abendbl., 1; Das interessante Bl. 30.4.1925, 4f; Wr. Ztg. 24.2.1929, 5; Sänger-Ztg. des Ostmärkischen Sängerbundes 5 (1931), Nr. 3, 1f, Nr. 9, 1; 10 (1936), Nr. 2, 1f; 11 (1937), Nr. 2, 1ff; Jahresbericht des Ostmärkischen Sängerbundes 1936, 24–43; O. Rathkolb in P. Autengruber et al., Forschungsprojektendbericht Straßennamen Wiens seit 1860 als „Politische Erinnerungsorte“ 2013 (https://wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/strassennamenbericht.pdf); Taufbuch 1851–75 der Pfarre Stvolínky, fol. 35.
Autor*innen
Uwe Harten
Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
21.2.2020
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten/Christian Fastl, Art. „Jaksch, Josef‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 21.2.2020, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d2dc
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
10. Dt. Sängerbundesfest Wien. Festführer, 1928
© Archiv Wiener Schubertbund
© Archiv Wiener Schubertbund

DOI
10.1553/0x0001d2dc
GND
Jaksch, Josef: 137683588
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