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Khainer, Khainer, true Wolfgang
* --? Leoben, † --nach 1522 Wien?. Musiktheoretiker. Erstmals am 22.9.1515 in einem Dokument anlässlich seiner Weihe zum Akolythen in Salzburg erwähnt, bleiben die weiteren Lebensdaten gering: Ort und Zeitpunkt von Diakon- und Priesterweihe sind nicht bekannt. Im September 1518 wurde K. unter den Studenten der Wiener Univ. geführt, ein Studienabschluss ist jedoch nicht nachweisbar – vermutlich wandte sich K. dem Protestantismus zu (Reformation) und musste daher die Univ. verlassen. 1527/28 ist K. in den Akten der Pfarre St. Dionysen in Bruck an der Mur erwähnt. Von K. ist ein Musiktraktat, Musica choralis, überliefert (A-Wn, Cod. Vindob. 4787), wahrscheinlich eine Vorlesungsmitschrift aus der Zeit an der Univ. Wien 1518, in dem K. die Musiktheorie am Übergang zwischen Mittelalter und Frühneuzeit zusammenfasste; K. verzichtete darin auf spekulative Ableitungen und Interpretationen und illustrierte die Regeln durch Musikbeispiele, gemäß dem Leitsatz „musica est certe canendi scientia“.
Literatur
[Kat.] Musik i. d. St. 1980; MGÖ 1 (1995); StMl 1962–66; R. Federhofer-Königs in KmJb 43 (1960).

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Khainer, Wolfgang‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 25.4.2003]
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