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KinskyKinskytrue von Wchinitz und Tettau, Familie
Böhmische Adelsfamilie, ab Beginn des 13. Jh.s unter dem Namen Wichinsky zu finden, seit Wilhelm K. (1574–1634) ist die Namensform K. gebräuchlich. 1628 Erhebung in den Grafenstand, 1746 in den böhmischen Fürstenstand. Mitglieder der weitverzweigten Familie sind in zahlreichen Hof- und Staatsämtern, als Diplomaten und Feldherren zu finden, in der 2. Hälfte des 18. und 1. Hälfte des 19. Jh.s auch als Förderer von Kunst und Musik, wenngleich die K.s nicht zu den großen Musikförderern gezählt werden können, u. a.:

Leopold Ferdinand Graf K. (1713–1760) stand an der Spitze einer Adelsgesellschaft, die bereits 1747 in der Fastenzeit in Wien zweimal pro Woche Konzerte (u. a. im Niederösterreichischen Landhaus) finanzierte.

Ferdinand Johann Nepomuk Joseph Fürst K.: * 4.12.1781 Wien, † 3.11.1812 Weltrus/Böhmen (Veltrusy/CZ). Wird 1798 als Mitglied der Assoziierten Cavaliers genannt. In den Franzosenkriegen mit dem Maria Theresienorden ausgezeichnet, wurde er 1811 zum Kämmerer ernannt. Gemeinsam mit Erzhzg. Rudolph und Fürst Lobkowitz zeichnete er für die Ehrenrente in der Höhe von 4000 fl., die L. v. Beethoven ab 1808 an Wien band.


Literatur
MGÖ 2 (1995); Wurzbach 11 (1864); NDB 11 (1977); A. W. Thayer/H. Deiters, Ludwig van Beethovens Leben 1862 u. ö.

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Kinsky von Wchinitz und Tettau, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]