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Křižkovský, Křižkovský, true P. Pavel (Karel)
* 1820 -01-099.1.1820 Kreuzendorf/Schlesien (Holasovice/CZ), † 1885 -05-088.5.1885 Brünn (Brno). Komponist, Regens chori und Musikpädagoge. War Sängerknabe in Troppau, wo er 1834–39 das deutsche Gymnasium besuchte. Wurde Lehrer in Jamnitz (Jemnice/CZ) und Troppau, studierte aber 1843 in Brünn weiter Musik und Theologie (1846–50) und wurde dort Augustiner-Eremit (Priesterweihe 1848). Für die Wiener Studenten schrieb er 1848 das Lied Die Universität. 1873 nahm er die Stelle des Domkapellmeisters in Olmütz an. 10 Jahre später kehrte er krank nach Brünn zurück. Als Chordirektor, Organisator und Lehrer (u. a. von L. Janáček) prägte K. das dortige Musikleben; er setzte sich für eine tschechische Nationalmusik (Nationalstil) und für den Cäcilianismus ein.
Werke
Messen, Requiem 1878, Te Deum 1875, Passion 1880, Lauretanische Litanei 1869; Kantaten (Liederspiel Die Hirten von Bethlehem 1871), Chöre, Lieder.
Literatur
NGroveD 13 (2001) [mit WV]; MGG 7 (1958); ÖBL 4 (1969); Riemann 1972; J. Geisler, P. K. 1886; K. Eichler, Životopis a skladby P. K. (Leben u. Werk von P. K.] 1904 [mit WV]; J. Racek, P. K. Prameny, literatura a ikonografie [Quellen, Lit. u. Ikonographie] 1946; V. Gregor/M. Malura, P. K. ve svĕtle písemné pozustalosti [P. K. im Lichte der erhaltenen Dokumente] 1996.

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Křižkovský, P. Pavel (Karel)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]