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Küppers, Küppers, true Topsy
* 1931-08-1717.8.1931 Aachen/D, † 2025-06-1414.6.2025 Wien. Schauspielerin, Sängerin, Theaterleiterin, Autorin. Tanz- und Schauspielausbildung in Deutschland. Nach Engagements an deutschen Bühnen war sie ab 1956 in zahlreichen Film- und TV-Produktionen in Deutschland tätig. Ab 1958 mit ihrem damaligen Mann G. Kreisler in München, in den 1960er und Anfang der 1970er Jahre v. a. in Deutschland als Darstellerin und Diseuse unterwegs. Seit 1965 österreichische Staatsbürgerin. 1968 gemeinsam mit Kreisler zwanzig Folgen der Heißen Viertelstunde im ORF-Fernsehen. 1971 mit dem erfolgreichen One-Woman-Musical Heute abend: Lola Blau von Kreisler im Kleinen Theater der Josefstadt im Konzerthaus. Im Rahmen der ORF-Rundfunksendung Das unbekannte Chanson betätigte sie sich als Talentesucherin. Nach der Trennung von Kreisler gründete K. 1976 in Wien IV in Anlehnung an das Freihaustheater auf der Wieden mit der Freien Bühne Wieden (musikalischer Leiter: Béla Fischer) das einzige deutschsprachige Theater, das sich ausschließlich dem Erhalt jüdischer Literatur und jüdischer Autoren widmet und leitete es bis 2001. Daneben Auftritte in Rundfunk und Fernsehen, Schallplattenaufnahmen mit z. T. selbst getexteten Chansons (Lieder nach Lust und Laune, M: W. Fantel) und Auftritte im In- und Ausland im Rahmen von One-Woman-Shows (Alle Macht der Fantasie; Phantasien auf der Venusgeige; Oij, sind wir gescheit) sowie Chansonprogramme mit Schwerpunkt auf jüdischen Autoren und Musikern.
Gedenkstätten
: Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof.
Ehrungen
(Auswahl) Dt. Trude-Hesterberg-Chanson-Ring für die beste Interpretation literarischer Chansons 1967; Kulturpreis der Stadt Wien 1977; Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien 1984; Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Silber 1991; Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1992; Prof.-Titel 1992; Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1998; Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse 2011; Goldenes Verdienstkreuz des Landes Niederösterreich 2012; Ehrenmitglied der Abraham Goldfaden-Company New York; 1. Preis beim Jüdischen Theaterfestival Bukarest.
Schriften
Lauter liebe Leute 1996; Alle Träume führen nach Wien. Ein Tatsachenroman 2001 [über die Familie Kálmán]; Wolf Messing. Hellseher und Magier 2002; Wenn dein Leben trist ist – erleuchte es mit Humor! 2009; Hörbuch Und jetzt das Heitere 2010; Mein Ungustl. Ein widerlicher Gast 2015; die brüder saphir. Tatsachenroman 2018; Nix wie Zores. Jüdisches Leben und Lieben Innsbruck,  (Gert). 429ff..Ammann Graz,  1-7,  Prag,  Kassel, in Aderhold in: Werner (Michael).  Litschauer/Walburga Kube Salzburg, 1971/72 55.Internationale Stiftung Mozarteum  Linz,  14/1 und 14/2,  völlig neu bearbeitete Auflage/ Berlin, in Stammler in: Wolfgang (Kurt).  Ruh Wien, in Grasberger in: Renate (Erich Wolfgang Anton Bruckner Dokumente und Studien).  PartschJournal of Musicological Research. Aufl. 2-3 133–145. Atzenbrugg,  Stuttgart, in Hermand in: Jost (Reinhold).  Grimm Prag,  Wien, 58 Musical Quarterly. Aufl. 349–364. 43, 281.39 Singende Kirche. Aufl. 127–132. New York,  (Murray). Current Musicology. Aufl. 37-38 75–88.Dineen28 Musikforschung. Aufl. 153–156. 15,  Berlin, in Müller in: Gerhard (Gerhard Theologische Realenzyklopädie).  770–778KrauseWien Innsbruck,  Tutzing,  (Hubert). 335ff..Unverricht Graz,  Die Wiener Schule und die Alte Musik,  Wien, in Muxeneder in: Therese (Eike Journal of the Arnold Schönberg Center 15).  247–259Feß Berlin,  (Werner). 54 Schuder 29, Studien zur Musikwissenschaft. Aufl. 171–195. Lanham,  Malmö,  2020; Beiträge für die Illustrierte Neue Welt.
Werke
Alben Frivolitäten 1963; Heute Abend: Lola Blau 1971; „Komm...“. Zwölf schicke Schlager 1971; Immer wieder Widerstand 1973; Das Ungeheuer Zärtlichkeit 1974; Lieder nach Lust und Laune; 1989; Die Zunge der Kultur reicht weit. Lieder und Texte von Erich Kästner 2007; gem. m. G. Kreisler: Gehn ma Tauben vergiften 1964; Die heisse Viertelstunde 1968; Der Tod, das muss ein Wiener sein 1969; Anders als die andern 1969.
Literatur
Fink 2000; T. K. im Gespräch m. Chr. Lindenmeyer v. 16.5.2003 auf BR-alpha; T. K., Lauter liebe Leute 1996; www.freiebuehne.nextra.at/topsy (8/2003); www.kueppers.at/ (8/2011); www.wikipedia.org (6/2025); ÖL 1995; Ackerl/Weissensteiner 1992; Slg. Moißl; pers. Mitt. T. K. (8/2011).

Autor*innen
Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
24.7.2025
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Küppers, Topsy“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 24.7.2025, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d662
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
© ÖNB
© ÖNB

DOI
10.1553/0x0001d662
GND
Küppers, Topsy: 119520168
OBV
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