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Löw Löw true (Loew), Wenzel Constantin (Wenzl, Konstantin)
* 1828-03-1010.3.1828 Nikolsburg/Mähren (Mikulov/CZ), † 1905-10-011.10.1905 München/D. Komponist und Musikdirektor. Der Sohn eines Kanzlisten zeigte schon frühzeitig eine musikalische Begabung und studierte 1844–47 Violine bei G. Hellmesberger (d. Ä.) und J. Böhm am Konservatorium der GdM. 1850/51 war er zunächst als Violindirektor und Korrepetitor am Theater in der Josefstadt tätig, bevor er ebendort 1852–59 als Orchesterdirektor verpflichtet wurde. Zwischenzeitlich (1857–59) war L. außerdem Orchesterdirektor am Thaliatheater. Es folgten Engagements 1861/62 am Theater am Franz-Josefs-Kai (Treumanntheater) und 1863–77 am Carltheater. Am 25.8.1869 erfolgte in Wien seine Eheschließung mit der Tochter eines Photographen, Beata Clementina Schwöder (* 15.2.1838 Brünn/Mähren [Brno/CZ], † ? [Ort?]). 1877 zelebrierte er sein 25-jähriges Jubiläum als Orchesterdirektor mit einem Konzert im Dianasaal (Wien II), bei dem u. a. auch das komische Quartett des Wiener Männergesang-Vereins mitwirkte. Zw. 1878/82 war er Orchesterdirektor am Ring-Theater und 1879 – ca. 1883 Hauskomponist für das Ronacher’sche Operettentheater. 1887–95 kehrte L. an das Theater in der Josefstadt zurück, wo er erneut als Orchesterdirektor fungierte und für das Theater musikdramatische Märchenspiele für Kinder komponierte. Seine Werke wurden primär an Wiener Bühnen (ur-)aufgeführt.
Werke
Operetten (u. a. Die Nacht vor der Hochzeit 1871, Wein, Weib und Gesang 1869, Die schöne Spanierin 1873, Der Bräutigams-Spiegel 1879, Der Debardeur 1879, Leichte Infanterie 1883, Im Korb 1885); Possen (u. a. Resch und Fesch 1885, Der gestiefelte Kater 1887, Die Frau Sopherl vom Naschmarkt 1890); Märchen (u. a. Der gläserne Schuh 1887, Rübezahl 1888, Die Eiskönigin 1891, Meister Winter 1892, Hänsel und Gretel 1895, Die verwunschenen Königskinder 1895); Singspiel Vor Paris 1879; Burleske Die Sudanesen 1885; Orchestermusik (u. a. Santa Chiara-Quadrille o. J.); Vertonung von Pantomimen und Komödien; mehrere Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten u. a. der Operetten von J. Offenbach.
Literatur
Eisenberg 1893; Stieger II/3 (1997); NFP 8.3.1894, 6, 2.10.1905, 9; Wr. Ztg. 15.2.1873, 302; Die Presse 31.12.1869, [12], 2.2.1877, 9, 29.8.1879, 10; Fremden-Bl. 31.12.1869, 8, 16.2.1873, 8; Signale f. d. musikalische Welt 1869, H. 6, 84, 1894, H. 22, 342; Mährisches Tagbl. 3.5.1882, [6]; Linzer Volksbl. 3.3.1870, [3], 3.5.1882, [4]; Morgen-Post 18.3.1879, 8; Illustriertes Wr. Extrabl. 2.2.1877, 4; Das Vaterland 5.10.1891, 4; Münchner Allgemeine Ztg. 3.10.1905, 11; Leitmeritzer Ztg. 11.3.1893, 7; Wr. Bilder 5.2.1899, 11; Trauungsbuch der Pfarre St. Johann Nepomuk (Wien II) 1864–71, fol. 188; www.theatermuseum.at (10/2022); eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM; Dt. BühnenJb.er; www.anno.onb.ac.at).

Autor*innen
Karoline Hochstöger
Letzte inhaltliche Änderung
18.1.2023
Empfohlene Zitierweise
Karoline Hochstöger, Art. „Löw (Loew), Wenzel Constantin (Wenzl, Konstantin)“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 18.1.2023, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x003dfc3f
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.


DOI
10.1553/0x003dfc3f
GND
Löw (Loew), Wenzel Constantin (Wenzl, Konstantin): 143920820
OBV
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