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Losonczy, Losonczy, true Andor
* 1932-06-022.6.1932 Budapest, † 2018-01-088.1.2018 Salzburg. Komponist und Pianist. Der Sohn des Komponisten und Dirigenten Dezső L. (* 26.7.1891 Torontáltorda, Ungarn [Torda/SRB], † 8.6.1950 Budapest) studierte 1948 am Konservatorium in Pécs/H Klavier (bei J. Takács) und Komposition bei Rezső Sugár, danach am Konservatorium und an der MHsch. Budapest Klavier (zunächst bei Renée Sándor, danach bei Pál Kadosa) und Komposition (bei Endre Szervánszky). Diplom 1955. Bei den Darmstädter Ferienkursen erhielt er eine weitere Ausbildung bei E. Steuermann (ca. 1959–66). L., der seit 1955 als Konzertpianist (auch mit eigenen Werken) tätig war, emigrierte 1960 mit seiner späteren Frau Klára Kupor, ebenfalls eine Schülerin von Takács, während eines Musikwettbewerbs nach Österreich (Exil), wo er schließlich auch die Staatsbürgerschaft erhielt). Ab 1975 unterrichtete L. Klavier (zuletzt mit besonderer Berücksichtigung des zeitgenössischen Repertoires) an der Hochschule für Musik und darstellende KunstMozarteum Salzburg (ab 1986 als o.Prof., Emeritierung 1998). Daneben war er Assistent im dortigen elektronischen Studio. Die frühe Beschäftigung mit atonaler und serieller Musik führte L. in den 1950/60er Jahren zur Collage-Technik, elektronischen Musik und Sprachkomposition (mit dadaistischen Elementen).
Ehrungen
Liszt-Preis, Budapest 1956; Kranichsteiner Musikpreis, Darmstadt 1960; Kompositionspreis des Musikprotokolls im steirischen herbst 1974; Förderungspreis des Ministeriums u. Staatsstipendium für Komposition 1979; Premio Internazionale „Le Muse“, Florenz 1986; Preis des ORF; Goldenes Verdienstzeichen des Landes Salzburg 1998; Großer Kunstpreis des Landes Salzburg für Musik 2004.
Werke
Orchesterwerke (Zwei Bilder 1950 [UA 1993], Fanal 1989); Werke f. Chor u. Ensemble (Black Box 1969, White Box 1981); Pantomime Wo sind die Knochen (T: Gerhard Amanshauser); Kammermusik (Zyklen Growth Structures 1978, Piranhas 1981, Hydra 1985 f. versch. Besetzungen, Crincrin f. Va. 1987), Klavierstücke (Clusters 1969, écriture automatique 1973, Lauffeuer 1990).
Schriften
Das transzendentale Tonsystem 1975.
Literatur
MaÖ 1997 [mit WV]; Goertz 1979 u. 1994 [mit WV]; F-A 2 (1978); W. Szmolyan in ÖMZ 25/7 (1970), 407; MGÖ 3 (1995); www.uni-mozarteum.at (12/2019); https://de.wikipedia.org (12/2019).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Losonczy, Andor‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 19/12/2019]