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Lotti, Lotti, true Antonio
* --1666 Hannover/D, † 1740 -01-055.1.1740 Venedig. Komponist, Kapellmeister und Organist. Sohn des Hannoveraner Kapellmeisters Matteo L., eines Venezianers, studierte L. ab 1683 bei G. Legrenzi in Venedig. Mit der Gründung der Bruderschaft S. Caecilia an S. Marco 1687 wurde L. als außerordentlicher Sänger dort angestellt, 1689 mit einer Regularstelle als Altist. Bereits 1690 wurde er Assistent des 2. Organisten von S. Marco, folgte diesem 1692 nach, bis er 1704 zum ersten Organisten an S. Marco ernannt wurde. Nach dem Tod von Antonio Biffi 1733 bewarb sich L. vergeblich um die Stelle als maestro di capella, doch konnte er sich 1736 gegen seine Konkurrenten durchsetzen; L. blieb bis zu seinem Tod Kpm. an S. Marco. L., dessen Kirchenmusik und weltliche Kantaten auch noch für die Komponisten der nächsten Generation Bedeutung hatten, wurde wegen seines kunstvollen Kontrapunktes und eleganter Linienführung geschätzt. 1705 widmete er seine Duetti, Terzetti e Madrigali a più voci op. 1 zuerst Leopold I. (nur hs. in A-Wn), dann (gedruckt Venedig 1705) Joseph I.; Padre G. B. Martini lobte dieses Werk sehr und nahm ein Stück daraus in sein Kontrapunktlehrwerk auf.
Werke
zahlreiche Messen (s. Abb.), Psalmen, Hymnen; weltliche Kantaten, Madrigale, Opern (z. B. Costantino, Wien 1716), Oratorien (z. B. Il voto crudele, Wien 1712; L’umilità coronata in Esther, Wien 1714), wenige Instrumentalwerke.
Literatur
NGroveD 15 (2001); MGG 8 (1960); E. Th. Hilscher in StMw 41 (1992).

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Lotti, Antonio‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]

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