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Mardayn Mardayn true (geb. Fusek, gesch. Thimig, verh. Mühlbacher), Christl (eig. Anna Maria Christine)
* 1896-12-088.12.1896 Wien, † 1971-07-2323.7.1971 Wien. Sängerin (Soubrette), Schauspielerin. Die voreheliche Tochter des Sparkassenbeamten Oskar Maria Mardein (geb. Woditzka, * 28.2.1855 Wien, begr. 21.2.1938 Wien) und Anna Henriette Fusek (* 10.10.1875 Döbling [Wien XIX], † ?, Trauung am 15.11.1902) besuchte das Mädchen-Lyzeum am Kohlmarkt (Wien I). Nach ihrer Gesangsausbildung bei G. Geiringer an der Wiener MAkad. 1913–19 (Reifeprüfung mit vorzüglichem Erfolg) wurde sie im Herbst 1919 an die Volksoper Wien engagiert, wo sie jedoch nicht auftrat, sondern ab Oktober 1919 die Titelrolle in F. Suppès Operetteneinakter Die schöne Galathée in der Hölle verkörperte. Im Dezember 1919 ging sie als erste Operettensängerin ans Raimundtheater, wo sie in mehreren UA.en mitwirkte (Was Mädchen träumen [M: L. Ascher], 12 Uhr nachts [M: L. Ascher], Tanz ins Glück [M: R. Stolz]) und sich rasch als „der neue Operettenstern“ (Wr. Montags-Journal 28.2.1921, 4) etablierte. 1921 am Carltheater, später am Theater an der Wien, stieg M. zu einer der beliebtesten Wiener Soubretten auf. M. Reinhardt holte sie als Schauspielerin an seine Bühnen in Wien und Berlin (1931–42). Daneben arbeitete M. ab 1932 auch als Filmschauspielerin (u. a. als Rößlwirtin in Im weißen Rößl 1935, Der letzte Walzer 1953) und nahm einige Schallplatten auf. Ab 1955 Lehrtätigkeit am Konservatorium der Stadt Wien, 1962–69 Prof.in an der MAkad. Wien. M.s erster Ehemann (Heirat 8.1.1929) war der Schauspieler Hans Emil Thimig (* 23.7.1900 Wien, † 17.2.1991 Wien), der zweite der Kaufmann Paul Mühlbacher.
Gedenkstätten
Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof (s. Abb.).
Ehrungen
Baron Hofmann-Prämium der Wr. MAkad. 1919; Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich 1957; Prof.-Titel 1962.
Werke
Plattenaufnahmen.
Literatur
Czeike 4 (1995); K-R 1997; Ackerl/Weissensteiner 1992; www.wien.gv.at (10/2023); Neues Wr. Journal 4.11.1919, 6; Taufbuch des Alservorstadtkrankenhauses (Pfarre Alservorstadt [Wien VIII]) 1896, fol. 1267; Taufbuch der Lutherkirche Wien-Währing (Wien XVIII) und Hernals (Wien XVII) 1900, RZ 218 [H. Thimig]; Trauungsbuch der Alservorstadtpfarre (Wien VIII) 1899–1902, fol. 102; Slg. Moißl; Mitt. Archiv MUniv. Wien (10/2023); eigene Recherchen (Jahresberichte der Wr. MAkad.; www.anno.onb.ac.at).

Autor*innen
Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
12.2.2024
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Mardayn (geb. Fusek, gesch. Thimig, verh. Mühlbacher), Christl (eig. Anna Maria Christine)“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 12.2.2024, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d8ab
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Das interessante Blatt 9.12.1920, 11© ANNO/ÖNB
Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof© 2021 Monika Kornberger
© 2021 Monika Kornberger

DOI
10.1553/0x0001d8ab
GND
Mardayn (geb. Fusek, gesch. Thimig, verh. Mühlbacher), Christl (eig. Anna Maria Christine): 116768002
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