Logo ACDH-CH
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Maron, Maron, true Sigi (eig. Siegfried)
* 1944-05-1414.5.1944 Wien, † 2016-07-1818.7.2016 Baden bei Wien/NÖ. Liedermacher. Wuchs in Gneixendorf bei Krems/NÖ auf. Seit 1956 querschnittgelähmt. 1963 Matura an der Handelsakademie Eisenstadt. 1963–68 neben seiner Tätigkeit als Buchhalter Sänger und Gitarrist der Tanzband The Bats, daneben Versuche als Texter und Komponist. 1973 erste Solokonzerte als Liedermacher mit sozialkritischen Liedern im Wiener Dialekt und Auftritte im Rundfunk. 1975 Produktion der ersten LP Schön is’ das Leb’n, produziert und arrangiert im Auftrag von A. Heller von P. Wolf. Die zweite LP laut&leise wurde 1978 von den Schmetterlingen produziert und arrangiert, ebenso die dritte He Taxi 1979. Bis 1996 veröffentlichte M. weitere zehn Alben. 1985 gelang ihm mit Geh no net furt (T: M., M: Ray Davies) ein Top-Ten-Hit. Bis zur Einstellung seiner Liveauftritte 1997 aus gesundheitlichen Gründen mehr als 1.800 Live-Konzerte, großteils solo, Tourneen durch Österreich und Deutschland, dazu einige Auftritte in Filmen und in der Fernsehserie Tohuwabohu. 2008 Wiederaufnahme der Livekonzerte, ab 2009 Zusammenarbeit mit der Reggae-Band The Rocksteady Allstars. 2010 Veröffentlichung des Doppelalbums Es gibt kan Gott. M. war Zeit seines Lebens Kommunist und kandidierte bei verschiedenen Wahlen mehrmals erfolglos für die Kommunistische Partei Österreichs. Lebte zuletzt in Baden bei Wien.
Ehrungen
Vierteljahrespreis der Dt. Schallplattenkritik 1989 für das Album Saitenhiebe in der Sparte „Chansons“.
Werke
Alben Schön is’ das Leb’n 1975, laut&leise 1978, He Taxi 1979, Sonst gar nichts (live) 1980, 05 vor 12 1981, Der Tag is net weit 1982, Unterm Regenbogen 1985, Von heut nach morgn 1986, Saitenhiebe 1989, Liib Haimadland adee 1992, Raps und Rübsen 1996; Live in Bad Ischl 2008; Live am Attersee 2010; Es gibt kan Gott 2010; Es is net ollas ans 2012; Film- und Schauspielmusik.
Schriften
Der Wolkenschlepper 1980 (Lesebuch); fahrrad gegen mercedes 2008; Schmelzwasser 2010; Gedichte; Prosa.
Literatur
www.maron.at (7/2016); Lang 1986; W. Zink, Austro-Rock-Lex. 1989; ÖL 1995; www.wikipedia.de (7/2016); https://oe1.orf.at/artikel/638001/Sigi-Maron (11/2019).
Autor*innen
Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
13.11.2019
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Maron, Sigi (eig. Siegfried)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 13.11.2019, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d8c5
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Wahlplakat zur Nationalratswahl 1986© ÖNB
© ÖNB

DOI
10.1553/0x0001d8c5
GND
Maron, Sigi (eig. Siegfried): 123968070
OBV
Weiterführende Literatur

ORTE
Orte
LINKS
ACDH-CH, Abteilung Musikwissenschaft

Publikationen zur Musikwissenschaft im Verlag