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Müller Müller true (Miller, Müllner, Millner), Silverius (S. a Sancto Leopoldo; Silvere) SP (Franz)
* 1745 -02-2727.2.1745 Oberhöflein/NÖ, 1812 -08-2121.8.1812 Wien. Regens chori und Pädagoge. Wurde im Piaristengymnasium in Horn/NÖ ausgebildet, trat 1764 in den Piaristenorden ein (Priester 1770) und wirkte 1770–83 v. a. als Regens chori und Instructor musicae an den Piaristenkollegien von Maria Treu (Wien VIII), Günzburg/D und Krems (ab 1779). Nach 1783 unterrichtete er (ab 1800 Prof.) am Löwenburgischen Konvikt der Piaristen in Wien u. a. klassische Literatur und Philosophie und war 1809 Vizerektor. 1796 unternahm er eine Studienreise nach Neapel. Als Kirchenmusikkomponist bis auf die Messe in D-Dur konventionell, zeigte er als Verfasser von Kammermusik (besonders Klavierlieder) – an Formen der Wiener Klassik orientiert – eine durchaus persönliche Handschrift. Etliche Werke erschienen auch im Druck.
Werke
2 Messen u. kleinere Kirchenmusikwerke; ca. 30 Streichquartette, 2 Klavierquartette, 6 Streichquintette; 6 Duos für V. u. Va.; 6 Flöten-Quartette (verschollen); Marsch beym Abzug der Franzosen f. Kl. 1806; 6 Lieder mit Klavier- bzw. Harfenbegleitung.
Literatur
NGroveD 16 (2001); MGG 16 (1979); Erhart 1998; E. Alberti-Radanowicz in StMw 10 (1923); MGÖ 2 (1995).

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Müller (Miller, Müllner, Millner), Silverius (S. a Sancto Leopoldo; Silvere) SP (Franz)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]