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Nagel Nagel Ignaz: (Nagl), Familie
Ignaz: * 1831 -07-2929.7.1831 Schottenfeld (heute Wien VII), 1872 -12-3131.12.1872 Wien. Volkssänger. Der Sohn eines Wirtes hatte eine Tabaktrafik, trat 1860 erstmals auf und ging 1861 als Volkssänger zur Gesellschaft Beer. 1862–70 (und zuletzt 1872) trat er gemeinsam mit seinem Kollegen A. Amon sen. im Duo auf (Duettisten). N., der über 1000 Lieder in seinem Repertoire hatte, gilt als Begründer des zeitkritisch-politischen Wienerlieds.
Werke
San ma’s oder san ma’s net; Wr. Spatzen; Gigl-gagl; Aufisteig’n-abifall’n; Hudri-wudri.
Literatur
ÖBL 7 (1978); J. Koller, Das Wr. Volkssängertum in alter und neuer Zeit 1931; Czeike 4 (1995); ÖL 1995; Personenlex. Öst. 2001; Hauenstein 1979.


Seine Tochter Marie (* 12.2.1854 Gmünd/NÖ, † 18.12.1945 Wien) war ebenfalls Volkssängerin. Deren Tochter

Amalie (gen. Nagl-Maly): * 2.3.1893 Wien?, † 20.12.1977 Wien. Volkssängerin. Trat schon mit 9 Jahren mit ihrer Schwester Maria (Mizzi, * 1888, † ?) u. a. im Kabarett Fledermaus auf. Peter Altenberg verglich die beiden mit den Schwestern Wiesenthal, „nur daß die Nagels singen und noch wienerischer sind“. Berühmt wurde Amalies Dudler (Jodeln). 1924 heiratete sie Fritz Wolfsecker.


Gedenkstätten
Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof.
Ehrungen
Hut des lieben Augustin; Silbernes Verdienstzeichen der Stadt Wien.
Werke
CD M. N. und ihre Lieder 1997.
Literatur
R. M. Brandl in StMw 30 (1979); Hauenstein 1979; Czeike 4 (1995).


Ihr Enkel Karl: * 4.12.1922 Wien, † 23.8.1994 Wien. Komponist, Volkssänger, Orgelbauer, Drehorgelspieler. Der Sohn des Kontragitarristen Karl Georg (* 26.10.1885 Wien, † ?) erlernte den Beruf des Orgelbauers und arbeitete bei den Firmen J. M. Kauffmann und F. Molzer. Nach dem Zweiten Weltkrieg reparierte und sammelte er Drehorgeln. Später trat K. N. als Heurigensänger auf (auch mit seinen Söhnen Karl jun. [* 1946] und Peter [* 1947]), ab 1964 mit seiner Partnerin T. Mally. Gilt (2004) als letzter Wiener Werkelmann (Lizenz ab 1977).


Literatur
Aus dem Liebhartstal. Mitt.bl. der Volksliedwerke Wien, NÖ und Österreich 10/3 (1994); R. M. Brandl in StMw 30 (1979); Hauenstein 1979; Czeike 4 (1995); ÖL 1995; 1995; Personenlex. Öst. 2001.

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Nagel (Nagl), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]