Logo ACDH-CH
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Pegger, Pegger, true Michael Sebastian
* 1806-09-1111.9.1806 Tschengls/Südtirol (Cengles/I), † 1896-02-2222.2.1896 Innsbruck. Komponist, Organist, Pianist und Musikpädagoge. Als Sohn des auch kompositorisch tätigen Tschenglser Schullehrers und Organisten Sebastian Anton P. (1757 Schlanders (Scilandro/I) – 1815 Tschengls) früh mit der Orgel vertraut, wurde P. vom Nauderer Pfarrorganisten Alois Ennemoser und später vom Organisten Christian Netzer in Zams/T ausgebildet. Gemeinsam mit dessen Sohn, dem Komponisten J. Netzer, besuchte P. 1822–28 das Gymnasium in Innsbruck. Nach zweijährigem Philosophiestudium in Innsbruck ging P. um 1830 nach Brixen, um Theologie zu studieren. Dort erhielt er Unterricht in Komposition, Generalbass und Klavierspiel von J. A. Ladurner. Werke P.s wurden ab 1833 am Innsbrucker Musikverein aufgeführt; vermutlich war P. um diese Zeit dort Schüler von P. M. Goller, dessen Nachfolger als Universitätsorganist an der Innsbrucker Jesuitenkirche er 1836 wurde. Als solcher spielte er bei den „akademischen Gottesdiensten“, deren musikalische Gestaltung bei festlichen Anlässen dem Innsbrucker Musikverein oblag. Das Amt des Universitätsorganisten hatte er bis zu seiner Pensionierung 1883 inne; gleichzeitig unterrichtete er am Innsbrucker Musikverein Harmonielehre, Generalbass, Orgel- und Klavierspiel. In seinen Kirchenwerken ging P. von der nachklassischen Tradition orchesterbegleiteter Kirchenmusik aus, die in Tirol u. a. von J. A. Holzmann, M. Goller und M. Nagiller vertreten wurde. Cäcilianischen Einfluss zeigen u. a. seine „Vocal-Messen“ (a cappella), während einige kleinere Kirchenwerke dem Ruralstil verpflichtet sind. Kirchenwerke P.s erschienen im Augsburger Verlag Anton Böhm, Breitenwirkung hatte vor allem die mehrere Ausgaben umfassende Sammlung geistlicher Lieder (auch anderer Komponisten), die P.s Bruder Joseph 1848/49 in Innsbruck herausgab. P.s Jubelouvertüre erklang dreimal in Konzerten des Innsbrucker Musikvereins, seine Kirchenwerke waren in Tirol sehr beliebt, ebenso seine Märsche für Blasmusik.
Ehrungen
Ehrenmitglied des Innsbrucker Musikvereins 1833.
Werke
Messen, Litaneien, Tantum ergo, marianische Antiphonen, geistliche Lieder, Jubelouvertüre für Orchester, Lieder für Männerchor, Kammermusik (Ländler, Variationen), Klaviermusik (Polkas, Galoppe, Märsche), Blasmusikkompositionen.
Literatur
F. Gratl in Der Schlern 80/10 (2006) [mit WV]; Anonymus in Jahresbericht des Innsbrucker Musikvereins 1896/97, 27; M. Schneider, Booklettext zur CD Musikinstrumente des Ferdinandeums 7, 1999.
Autor*innen
Franz Gratl
Letzte inhaltliche Änderung
20.1.2009
Empfohlene Zitierweise
Franz Gratl, Art. „Pegger, Michael Sebastian‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 20.1.2009, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x001e1d65
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
HÖRBEISPIELE

Der Schweizerbue Lied der Zillertaler Nationalsänger Geschwister Rainer für Singstimmen mit Gitarrebegleitung, 1827

Polonaise aus Terzett für Flöte, Violine und Gitarre, 1829

Adagio aus Terzett für Flöte, Violine und Gitarre, 1829
© 1999 Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

Marsch - Trio aus Terzett für Flöte, Violine und Gitarre, 1829
© 1999 Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

DOI
10.1553/0x001e1d65
GND
Pegger, Michael Sebastian: 1041273045
OBV
Weiterführende Literatur

ORTE
Orte
LINKS
Institut für Tiroler Musikforschung

Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck

ACDH-CH, Abteilung Musikwissenschaft

Publikationen zur Musikwissenschaft im Verlag