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Pierre de la Rue Pierre de la Rue true (versch. Schreibweisen)
* --ca. 1452? Tournai?/F (heute B), † 1518-11-2020.11.1518 Kortrijk, Flandern/B. Komponist, Sänger (Tenorist). Ein Sänger namens „Peter vander Straten“ war ab 1469 in Brüssel, Gent/B, Nieuwpoort/B und vielleicht in Köln/D (bis 1489) sowie 1489–92 bei der Bruderschaft in ’s-Hertogenbosch/NL als Tenorist angestellt (Meconi 2003 bezweifelt die Identität mit P.). Ab November 1492 war P. unter Maximilian I., Philipp dem Schönen, dessen Witwe Juana von Kastilien und Margarete v. Österreich Mitglied der Hofmusikkapelle, in deren Verband er zahlreiche Reisen unternahm (u. a. 1501–03 und 1506–08 nach Spanien). 1516 zog er sich nach Kortrijk zurück. Nicht zuletzt wegen seiner Kanon-Künste zählt er zu den bedeutendsten franko-flämischen Komponisten, was sich auch in der zeitgenössischen Überlieferung (Ottaviano Petrucci, P. Alamire) widerspiegelt.
Werke
Messen, Requiem, Magnificat-Zyklus, Motetten, Rondeaux etc. – NA: CMM 97 (1989ff).
Literatur
NGroveD 14 (2001) [La Rue, mit WV]; H. Meconi, P. d. l. R. and Musical Life at the Habsburg-Burgundian Court 2003; MGG 8 (1960) [La Rue]; Riemann 1961 u. 1975 [la Rue]; MGÖ 1 (1995).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Pierre de la Rue (versch. Schreibweisen)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 20/07/2017]