Logo ACDH-CH
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Ploner, Ploner, true Josef Eduard
* 1894-02-044.2.1894 Sterzing/Südtirol (Vipiteno/I), 1955-06-2323.6.1955 Innsbruck. Lehrer, Musiker, Komponist . Besuchte zunächst die Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck und erhielt hier 1910–13 ersten musikalischen Unterricht von Josef M. Schwammel; Klavierstudium bei J. Pembaur d. Ä. Anschließend bis 1920 Lehrer und Organist in verschiedenen Tiroler Orten, unterbrochen von Kriegsteilnahme (1915–17) und einem Besuch der MSch. Kaiser in Wien (1918/19). Weitere musikalische Studien bei E. A. Schennich in Innsbruck (1919–21) und Albert Greiner in Augsburg/D (1926). Ab 1920 wirkte P. zunächst als Lehrer, ab 1930 dann als Beamter der Tiroler Landesregierung in Innsbruck, hier auch Chorleiter (Christuskirche, Innsbrucker Kammerchor), Dirigent, Organist und Cembalist sowie Gesanglehrer an der Musikvereinsschule und Musiklehrer an der Lehrerbildungsanstalt. P. war die treibende Kraft in der 1934 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Tiroler Komponisten und die führende Persönlichkeit im Tiroler Musikleben zur Zeit des Nationalsozialismus (1937 bereits illegal auf Adolf Hitler vereidigt); gab während dieser Zeit die Liederblätter des Reichsgaues Tirol-Vorarlberg und das Gauliederbuch Hellau heraus. Zu seinen Schülern gehörten P. Suitner, S. Tanzer und S. Thaler. Nach seinem Tod kam es zur Gründung der J.-E.-P.-Gemeinde, die sich der Pflege seines Werks verschrieb (erster Obmann: H. Spiehs).
Ehrungen
Auszeichnungen der k. u. k. Armee.
Werke
Werke f. Orch.; Kammermusik; Klavier- und Orgelwerke; Kantaten (s. Tbsp.), Chormusik, Lieder (s. Tbsp.), Bühnenmusik; Hg. von Liederbüchern.
Literatur
H. Spiehs, J. E. P. Der Tiroler Komponist 1965; Müller-Asow 1929; Kürschner 1954; K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 2 (2004) u. 3 (2008); Suppan 1994; Land der Chöre 1991, 102 [Foto]; F. J. Ewens, Lex. des dt. Chorwesens 1954; F-A 1 (1936) u. 2 (1978); MGÖ 3 (1995); F. K. Prieberg, Hb. dt. Musiker 1933–1945, 22009; Booklet 3. Ausgabe (Nov. 2012) zur CD Klingende Kostbarkeiten aus Tirol 74 (Institut f. Tiroler Musikforschung 2011); www.musikland-tirol.at (6/2013).
Autor*innen
Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
17.6.2013
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Ploner, Josef Eduard‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 17.6.2013, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x002a7abd
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
HÖRBEISPIELE

Und wie manche Nacht aus den Vier Nachtliedern für Sopran und Orchester, op. 71/2 (T: Hans Carossa), 1935
© 2011 Institut für Tiroler Musikforschung Innsbruck

Vorspiel aus der Kantate Das Land im Gebirge für Sopran, Bariton, gemischten Chor, Jugendchor und Orchester (nach Gedichten von Josef Georg Oberkofler), op. 109, 1941
© 2011 Institut für Tiroler Musikforschung Innsbruck

Feierliches Vorspiel für Blasmusik, op. 165/1, 1951
© 2011 Institut für Tiroler Musikforschung Innsbruck

DOI
10.1553/0x002a7abd
GND
Ploner, Josef Eduard: 118741144
OBV
Weiterführende Literatur

ORTE
Orte
LINKS
Institut für Tiroler Musikforschung Innsbruck

ACDH-CH, Abteilung Musikwissenschaft

Publikationen zur Musikwissenschaft im Verlag