Logo ACDH-CH
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Pollach, Pollach, true Karl (Pseud. Salpeter)
* 1899-01-055.1.1899 Wien, † --zw. Jänner und März 1969 London. Schriftsteller, Textdichter. Sohn des aus Mähren stammenden jüdischen Finanzbeamten und späteren Hofrates Emanuel P. (* 29.7.1868 Wischau/Böhmen [(Vyškov/CZ)], † 4.7.1933 Wien) und von dessen Frau Else, geb. Schlesinger. Begann bereits während seiner Gymnasialzeit Satiren zu verfassen. Nach der Matura am Akademischen Gymnasium studierte P. ab 1917 Jus an der Univ. Wien. Daneben publizierte er unter seinem Pseudonym Salpeter ab 1919 erste Satiren und Anekdoten in der Zeitschrift Die Muskete, später auch in den Zeitschriften Moderne Welt, Der Götz von Berlichingen, Die Leuchtrakete und Mein Film. 1927 heiratete er Erna Neupauer-Brandhausen (geb. Ernestine Bertha Mara Neupauer v. Brandhausen, * 28.11.1902 Wien, † 22.12.1968 Wien). Zwischen 18.8. und 1.9.1933 vertrat er Th. Waldau als verantwortlicher Redakteur der Satirezeitschrift Der Götz von Berlichingen. Im selben Jahr trat er auch als Schlagertexter hervor und verfasste bis 1938, mitunter mit Co-Autoren, vorwiegend Texte für H. Leopoldi (zum Teil in Zusammenarbeit mit P. Herz), aber auch für K. Föderl, H. Harald, J. M. Kratky und L. Krauss-Elka. 1934 schrieb er neben I. Sinek Einlagen für die Simpl-Revue Was ist gefällig? von A. Kaps. 1938 emigrierte er nach Großbritannien (Exil). Seine Frau blieb in Wien und brachte 1942 eine Scheidungsklage ein. 1939 lebte P. in Harrow/GB und war Soldat des Britischen Königreichs. Möglicherweise erhielt er 1952 die britische Staatsbürgerschaft. Über seinen weiteren Lebensweg in Großbritannien ist derzeit (2025) nichts bekannt.
Schriften
Satiren.
Werke
Schlagertexte (Ich bin ein stiller Zecher [M: H. Leopoldi], A guater Tropfen, so dreimal täglich [M: H. Leopoldi], Komm gurgeln nach Gurgl [M: H. Leopoldi]), Der steirische Moscht [M: K. Föderl], Die Josefa mit dem Treffer [M: L. Krauss-Elka], gem. m. P. Herz: Mit dem „sch“-„sch“-„sch“-Überraschungszug [M: H. Leopoldi], gem. m. Ch. Berndt: Das Hup-Verbot, gem. m. H. Haller: Das herrlichste Leb’n ham die Gelsen [M: H. Harald]).
Literatur
G. Traska/Ch. Lind, Hermann Leopoldi, Hersch Kohn 2012, 90; Neues Wr. Tagbl. 8.7.1933, 20; Der Wr. Tag 5.12.1934, 9; Der Morgen 26.7.1915, 10; Völkischer Beobachter 27.1.1942, 5; Geburtsbuch der IKG Wien V 1899, RZ 13; Taufbuch der Pfarre Döbling (Wien XIX) 1901–02, fol. 121; www.mediathek.at (5/2025); www.familysearch.org (5/2025); www.myheritage.at (5/2025); eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at; Nationale der jüdischen Fakultät der Univ. Wien; Lehmanns Adresskalender; Bibliothekskataloge).

Autor*innen
Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
29.7.2025
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Pollach, Karl (Pseud. Salpeter)“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 29.7.2025, abgerufen am ), https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_P/Pollach_Karl.xml
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.


GND
Pollach, Karl (Pseud. Salpeter): 1047198983
OBV
Weiterführende Literatur

ORTE
Orte
LINKS
ACDH-CH, Abteilung Musikwissenschaft

Publikationen zur Musikwissenschaft im Verlag