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Ponhaimer Ponhaimer Otto (Ponheimer, Panheimer, Bernehmer, Banhamer), Familie
Otto Heinrich: * 1686-03-2323.3.1686 Gresten/NÖ, † 1743-03-2626.3.1743 Wien. Sänger und Kapellmeister. Sohn des Grestener Bürgers, Baders und Wundarzts Johann Christoph Panhaimmer, getauft nur auf den Namen Otto. Leitete in der Nachfolge von J. J. Fux und H. Holzhauser 1727–42 die Hofkapelle der Kaiserinwitwe Amalie Wilhelmine, nachdem er bereits 1714 als Musiker (und mit dem Namen Otto Heinrich) bzw. 1721 als Sänger in derselben nachweisbar ist. 1729 ist er auch als Bassist an St. Stephan belegt.

Sein Sohn

Otto Heinrich Mathias: * 24.2.1729 Wien, † 27.10.1796 Leopoldstadt (Wien II). Violinist. Einer seiner beiden Taufpaten war der Schulrektor (und Musiker) zu St. Stephan, Elias Adam Grois. Bei seiner Heirat 1755 (als „Musicus“) war der Posaunist und Hofmusiker Stephan Tebser/Tepser sein Trauzeuge. 1771 und 1777–83 ist er als Mitglied der Musikkapelle beim Gnadenbild von Maria Pötsch zu St. Stephan, 1783 auch an St. Michael, St. Augustin und St. Dorothea (Wien I) nachweisbar. Gehörte 1789–96 der Hofmusikkapelle an und wird bei seinem Tod als „k. k. Hofkammer Musikus“ bezeichnet.

Dessen Sohn

Karl Joseph Leopold: * 10.7.1769 Wien, † 22.7.1806 Alservorstadt (Wien IX). Musiker. Stand ebenfalls in Diensten am Wiener Kaiserhof, 1796 wird er als „Musikus im Hoftheater“ (Orchestermitglied des Deutschen Theaters [Burgtheater]) und 1806 als „k. k. Hofmusikus“ genannt. Sein Bruder Kilian d. Ä. Otto Johannes Nepomuk (* 26.4.1757 Wien, † 5.8.1828 Wien) und dessen Sohn Kilian d. J. Johann Neopmuk (* 12.11.1788 Wieden [Wien IV], † 26.7.1829 Wien) waren bekannte Wiener Kupferstecher.

Bereits um 1745 wird an St. Michael auch ein Altist namens Bonhämber genannt. Dabei könnte es sich um O. H. P. handeln.


Literatur
Dlabacž 1815; Köchel 1869; I. Kubiska-Scharl/M. Pölzl, Die Karrieren des Wr. Hofpersonals 1711–1765, 2013; Th. Hochradner/G. M. Vörösmarty in Stud. mus. 41 (2000); O. Biba in Jb. f. österr. Kulturgesch. I/2 (1971); EitnerQ 7 (1902); K. Schütz, Musikpflege an St. Michael in Wien 1980 [fälschlich Anton statt Otto P]; MGÖ 2 (1995); Ulrich 1997; Wurzbach 23 (1872) [Ponheimer, Kilian]; J. F. v. Schönfeld, Jb. der Tonkunst von Wien u. Prag 1796, 94; Wienerisches Diarium 30.3.1743, 6; Wr. Ztg. 10.9.1796, 2619, 26.7.1806, 3754; Tauf-, Trauungs- und Sterbebuch 1680–93 der Pfarre Gresten, Taufen 1686, pag. 7; Trauungsbuch 1711–14 der Dompfarre St. Stephan (Wien I), pag. 764; Taufbuch 1728–30 der Dompfarre St. Stephan, fol. 231r; Trauungsbuch 1754–56 der Dompfarre St. Stephan, fol. 168v; Taufbuch 1756–57 der Dompfarre St. Stephan, fol. 288v; Taufbuch 1768–70 der Dompfarre St. Stephan, fol. 126r; Taufbuch 1770–72 der Dompfarre St. Stephan, fol. 252v; Taufbuch 1783–92 der Pfarre Wieden, fol. 418; Sterbebuch 1763–1809 der Pfarre St. Leopold (Wien II), pag. 653; WStLA (G. Gugitz, Auszüge aus dem TBP 18. Jh. [Archivbehelf], G. Gugitz, Auszüge über Persönlichkeiten des Wr. Kulturlebens [Archivbehelf], TBP 1806, Verlassenschaftsabhandlungen 3806/1796 u. 5054/1806).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Ponhaimer (Ponheimer, Panheimer, Bernehmer, Banhamer), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18/02/2021]