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Rosmanith, Rosmanith, true Peter
* 1956-12-077.12.1956 Gmünd/NÖ. Perkussionist, Schlagzeuger, Komponist, Produzent. R. wuchs in Wien auf, wo er im Alter von 15 Jahren autodidaktisch mit dem Schlagzeugspiel begann und schon bald in mehreren Rockbands spielte. Ab 1980 studierte er bei F. Ozmec an der MHsch. Wien Jazzschlagzeug und Perkussion. Sein Interesse an neuen Klängen führte ihn zur Beschäftigung mit indischer, arabischer, afrikanischer und kubanischer Musik. 1982–85 nahm er Tablaunterricht bei dem indischen Tablameister Jatinder Takur. Seit 1986 ist er vorwiegend als Perkussionist in zahlreichen Weltmusikformationen wie Lakis & Achwach, Dobrek Bistro, Bethlehem All Stars, Bonsai Garden Orchester, Klezmore Reloaded, Liederlich Spielleut oder den Bands von O. Lechner, Klaus Trabitsch und Christina Zurbrück tätig. Zusätzlich spielte er u. a. mit M. Abado, Christian Bakanic, Melissa Colemann, B. Denk, S. Finkel, P. Gulda, F. Hautzinger, A. Heller, Ljubinka Jokic & Yok, Tini Kainrath, Miki Liebermann, Matthias Loibner, Beatrix Neundlinger, H. Neugebauer, Christoph Petschina, Joe Pinkl, E. Pluhar, Adula Ibn Quadr, W. Resetarits, Karl Ritter und ist auf mehr als 50 CDs zu hören (2022). Mit dem Ensemble Silent Moovers begleitete er Stummfilme und wirkte an der Vertonung des Films Stadt ohne Juden (1924) mit. In Zusammenarbeit mit Georg Graf entstand eine neue Musik zum Stummfilmklassiker Nosferatu und gemeinsam mit O. Lechner begleitete er den ersten abendfüllenden Animationsfilm der Filmgeschichte, Die Abenteuer des Prinzen Achmed (1926). R. ist auch an zahlreichen Literatur- und Musikprojekten beteiligt und arbeitet als Musik- und Klanggestalter für verschiedene Theater (u. a. Theater in der Josefstadt, Theater der Jugend) und Regisseure. 2007 veröffentlichte R. die ersten Klangbücher, ein neues Hörspielbuchformat im Mandelbaum Verlag. Er ist für die Auswahl von Text und Musik verantwortlich und produziert die Aufnahmen. Bis 2021 sind mehr als 25 Klangbücher erschienen.
Ehrungen
Auf der Bestenliste „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ für das Solo-Album schneesand 2008 und für die Produktion meine floete trinkt musik mit Texten von Norbert C. Kaser 2018; Ö1 Hörspiel des Jahres – Die letzten Tage der Menschheit von K. Kraus 2014 und Das Wechselbälgchen von Christine Lavant 2016; ASIFA AUSTRIA AWARD für die beste Musik zum Animationsfilm l’alfabeto delle cose piccole 2015; Ö1 Pasticcio-Preis für das Album Tales of Herbst mit dem Ensemble BROT&STERNE 2017.
Werke
CD-Aufnahmen: Solo: aans 2000 (Extraplatte), schneesand 2008; Beteiligung an mehr als 50 CDs; Stummfilmmusik.
Literatur
https://de.wikipedia.org (2/2022); www.peter-rosmanith.at (2/2022); www.mandelbaum.at (2/2022); pers. Mitt. (2/2022).
Autor*innen
Emanuel Wenger
Letzte inhaltliche Änderung
28.4.2022
Empfohlene Zitierweise
Emanuel Wenger, Art. „Rosmanith, Peter‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 28.4.2022, abgerufen am ), https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_R/Rosmanith_Peter.xml
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.


GND
Rosmanith, Peter: 135162971
OBV
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