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Rotter, Rotter, true Fritz (eig. Friedrich)
* 1900 -03-033.3.1900 Wien, 1984 -04-1111.4.1984 Ascona/CH. Autor, Komponist. Begann als Chanson-Texter für Wiener Kabaretts, der Durchbruch zum gefragten Schlagertexter gelang ihm aber erst in Berlin. Hier schuf er Texte u. a. für W. Jurmann, R. Stolz, F. Lehár und Friedrich Hollaender, einige vertonte er auch selbst, z. T. gemeinsam mit Jurmann und Bronislaw Kaper. 1930–36 textete er auch zahlreiche Tonfilmschlager, u. a. für R. Tauber. 1933 kehrte R. zunächst nach Wien zurück (Exil), ging 1936 nach England und anschließend über New York/USA nach Hollywood, CA/USA. Hier verfasste er Kurzgeschichten, später auch Bühnenstücke und Filmdrehbücher sowie Songs in englischer Sprache. 1944 amerikanischer Staatsbürger. 1951 ließ sich R. wieder in Europa nieder und betätigte sich v. a. in Deutschland als Filmautor.
Ehrungen
Dt. Bundesfilmpreis für Nachts auf den Straßen 1952.
Werke
rund 1.200 Schlagertexte (Wenn der weiße Flieder wieder blüht; Ich küsse Ihre Hand, Madame; Immer wenn ich glücklich bin, muß ich schrecklich weinen; Veronika, der Lenz ist da); Schlager (Ein Rätsel sind die Frau’n; Wien, du bleibst das verwöhnteste Kind der Welt; gem. m. B. Uher Ich hab’ mir für Grinzing ein’n Dienstmann engagiert); Filmmusik (Ich und meine Frau 1952, gem. m. B. Uher).
Literatur
R. Ulrich, Österreicher in Hollywood 2004; Riemann 1975; Lang 1986; Wölfer 2000; Orpheus im Exil 1995; H. Traber/E. Weingarten (Hg.), Verdrängte Musik 1987; DBEM 2003; Das Lex. des dt. Schlagers 1993; Glenzdorfs Internationales Film-Lex. 3 (1961); WStLA (Meldearchiv); eigene Recherchen.

Autor(en)
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Rotter, Fritz (eig. Friedrich)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]