Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Salzer, Salzer, true Felix
* 1904 -06-1313.6.1904 Wien, 1986 -08-1212.8.1986 New York/USA. Musikwissenschaftler und Pädagoge. Studierte 1922–26 Musikwissenschaft an der Univ. Wien bei G. Adler (Dr. 1926), 1922–30 Musiktheorie und -analyse bei Hans Weisse, 1930–35 als Privatschüler von H. Schenker Komposition, bei M. Brée Klavier sowie an der Wiener MAkad. (Dirigentenexamen 1935). 1935–38 unterrichtete er am Neuen Wiener Konservatorium Musiktheorie, 1935 auch am Salzburger Mozarteum und war 1937/38 zusammen mit O. Jonas Herausgeber der von ihm begründeten Monatszeitschrift Der Dreiklang. 1939 emigrierte er in die USA (Exil; amerikanische Staatsbürgerschaft 1945). In New York unterrichtete S. 1940–56 und 1962–64 am Mannes College of Music (1942–56 Leiter der Klasse für Komposition und Theorie, 1948–55 Direktor), 1956/57 und 1963–74 auch am Queens College der City Univ. of New York (ab 1965 als Prof.), daneben 1960/61 und 1965 auch als Gastprof. in anderen Staaten der USA. Gemeinsam mit William J. Mitchell und Hedi Siegel gründete er 1967 die Reihe The Music Forum (erschien bis 1987). Er bildete durch seine umfangreiche Lehrtätigkeit gemeinsam mit O. Jonas „den Grundstock für die dominierende Stellung Schenkers in der englischsprachigen music theory“.
Schriften
Die Sonatenform bei Franz Schubert, Diss. Wien 1926; Sinn und Wesen der abendländischen Mehrstimmigkeit 1935; Structural Hearing. Tonal coherence in music, 2 Bde. 1952, 21962 (dt.: Strukturelles Hören. Der tonale Zusammenhang in der Musik 1960; (gem. m. Carl Schachter), Counterpoint in Composition 1969; mehrere Aufsätze.
Literatur
DBEM 2003; NGroveD 22 (2001); Orpheus im Exil 1995; MGG 16 (1979); Riemann 1961 u. 1975; Kürschner 1954; Musik im Exil 1993; MGÖ 3 (1995).

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Salzer, Felix‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]