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Sammartini, Sammartini, true Giovanni Battista
* --ca. 1700 Mailand?/I, † 1775 -01-1515.1.1775 Mailand. Komponist. Wurde vermutlich von seinem Vater, dem französischen Oboisten Alexis Saint-Martin unterrichtet. Er wurde wie sein Bruder Giuseppe ebenfalls Oboist, zunächst an San Celso, dann am Regio Ducal Teatro. 1728 wurde er maestro di cappella in der Kongregation des Santissimo Entierro, für die er bis gegen sein Lebensende Kantaten für die Fastenzeit schrieb. Er war als vielbeschäftigter Kirchenkomponist über die Grenzen Mailands hinaus bekannt. Seine Instrumentalwerke, die großen Einfluss auf die Wiener Klassik hatten (auch wenn J. Haydn dies für seinen Teil bestritt), waren ab den 1730er Jahren in ganz Europa ebenso erfolgreich wie seine Opern (z. B. wurde sein Erstlingswerk Memet 1732 in Wien aufgeführt). Die mehrfach belegte Rezeption S.s durch Ch. W. Gluck hat eine biographische Verankerung im Lehrer-Schüler-Verhältnis (1737–41). Wie G. Carpani berichtet, wurden S.s Kompositionen in Wien zuerst von F. B. Graf Harrach, der 1747–50 Gouverneur der Lombardei war, später auch von anderen Adeligen gepflegt. 1770 begegnete er W. A. Mozart und förderte die Aufführung von dessen Mitridate, rè di Ponto.
Werke
Instrumentalmusik (Symphonien, Konzerte, Streichquartette u. -quintette, Sonaten); Opern; Kirchenmusik.
Literatur
NGroveD 22 (2001); MGG 11 (1963); Riemann 1961 u. 1975; MGÖ 2 (1995).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Sammartini, Giovanni Battista‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]