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Sarti, Sarti, true Domenico
* --ca. 1600 Pistoia?/I, † --?.9.1679 (Ort?). Sänger (Soprankastrat). Wohl schon 1612 in Florenz als Schüler des Hofmusikers Domenico Paggi, eines Schülers Giulio Caccinis, nachweisbar und war 1620–49 selbst dort bedienstet, wirkte auch noch bis 1657 als einer der besten Kastraten an Aufführungen mit. Zu einer unbestimmten Zeit sang er auch an der Accademia della Morte in Ferrara. Seit spätestens 1654 war er Kanonikus. Vom 1.8.1654 bis zu seiner Pensionierung am 31.12.1673 gehörte er den Hofkapellen der Kaiser Ferdinand III. und Leopold I. in Wien an, wo er nachweislich in Opern und Sepolcri sang und mit B. Ferri die höchste Sängerbesoldung erhielt. Danach verließ er Wien wieder. Köchel erwähnt auch einen Benedetto S., 1640–62 Bassist der HMK.
Literatur
Knaus 1968; G. P. Calessi, Ricerche sull’Accademia della morte di Ferrara 1975, 61; W. Kirkendale, The Court Musicians in Florence During the Principate of the Medici 1993, 367f; J. G. Fanelli in Civiltà musicale 15 (2000); Köchel 1869. – Wien, HKA: Hofzahlamtsbücher 1654–1679, Hofquartier-Resolutionen 1674.

Autor(en)
Herbert Seifert
Empfohlene Zitierweise
Herbert Seifert, Art. „Sarti, Domenico‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]