Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Sartorius Sartorius true (Schneider, Scheickher), Paul
get. 16.11.1569 Nürnberg/D, † 1609 -02-2828.2.1609 Innsbruck. Organist und Komponist. War zunächst Schüler L. Lechners in Nürnberg und dürfte seine Studienzeit im Schülerkreis von Giovanni Pierluigi da Palestrina in Rom, wahrscheinlich bei Ruggiero Giovannelli, verbracht haben. Ab spätestens 1594 stand er als Organist in Diensten des Hochmeisters des Deutschen Ordens Erzhzg. Maximilian III. in Mergentheim/D. Nach der Ernennung Maximilians zum Statthalter von Tirol wirkte S. 1602–09 als Hoforganist in Innsbruck, wo er neben J. Stadlmayr der bedeutendste Komponist war. Er widmete mehrere Werke seinem Dienstherrn, aber auch Hzg. Maximilian I. von Bayern (achtstimmige Messe) und dem Salzburger Erzb. Wolf Dietrich von Raitenau (u. a. acht sechsstimmige Magnificat-Vertonungen). S.’ Werke zeigen eine gute Kenntnis der italienischen Musik seiner Zeit, der Einfluss Palestrinas scheint weit größer gewesen zu sein als jener der deutschen Zeitgenossen. Sein Nachfolger als Hoforganist war M. Platzer.
Werke
Messen (Missae tres octonis vocibus decantandae 1599), Madrigale (Madrigali a cinque voci 1600), Lieder (Neue Teutsche Liedlein mit 4 Stimmen, nach art der Welschen Canzonette, auf allerley Instrumenten zu gebrauchen 1601), Magnificat, Motetten, Marianische Antiphonen.
Literatur
MGG 11 (1963); NGroveD 22 (2001); Senn 1954 [Schneider]; Tschmuck 2001; K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 2 (2004) [Schneider]; RISM A/I/7 (1978); EitnerQ 8 (1902); K. A. Rosenthal in ZfMw 15 (1932/33); Walther 1732.

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Sartorius (Schneider, Scheickher), Paul‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18/07/2005]


GND
Weiterführende Literatur (OBVSG)

ORTE
Orte
LINKS
Bayerisches Musiker-Lexikon Online


Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen

Publikationen zur Musikforschung im Verlag