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Schadler, Schadler, true Friedrich Carl (Frederick Carl)
* 1900-04-077.4.1900 Wien, † 1968-12-066.12.1968 Columbus, Ohio/USA. Komponist, Techniker. Der Sohn des Bildhauers Ludwig Sch. (* 21.7.1862 Graz, begr. 31.3.1937 Wien) studierte nach der Matura am Realgymnasium in Wien XIX 1918–24 an der damaligen Ingenieurschule (später Fakultät für Bauwesen) der Technischen HSch. Wien (Ing. 1926). Danach Studium an der Wiener MHsch. (1926–28 Klavier bei L. Czaczkes und 1930–33 Komposition bei M. Springer). 1931–34 besuchte Sch. die Kapellmeisterschule bei O. Kabasta (Reifeprüfung 1934). Seit 1921 Mitglied des Österr. Musiker-Verbandes. Als Konzertpianist (u. a. ab 1926/27 mehrere Auftritte in der Wiener Urania, ab 1927 im Wiener Konzerthaus) und ab 1935 auch auf Radio Wien widmete er sich neben seinen eigenen Kompositionen v. a. jenen zeitgenössischer Komponisten (u. a. seines Freundes K. M. Löbl, L. Weninger, E. Bachrich). Daneben auch Auftritte als Klavierbegleiter. 1934–38 Opernkorrepetitor bei K. Rössel-Majdan an der Wiener MAkad. 1936–38 hielt Sch. mehrere Kurse bzw. Vorträge an der Wiener Urania und der Volkshochschule Alsergrund (Wien IX) zu musikspezifischen Themen (u. a. zeitgenössische Klaviermusik, Operette, Schlager). 1937/38 Direktor, Teilhaber und Prof. (Lehrtätigkeit u. a. in Musikgeschichte und -theorie, Kontrapunkt, Klavier und Korrepetition) am Schubert-Konservatorium (Wien I, Hegelgasse 3). Am 5.12.1937 dirigierte er am Stadttheater Baden H. Bertés Dreimäderlhaus. Anfang März 1938 Auftritt im Baseler Rundfunk, wo er bereits ein Jahr zuvor zu hören war. Im Juli ging er auf Konzerttournee in die Schweiz. Ob er 1938/39 noch einen Kurs „Gute Filmmusik“ in der Urania abhielt, ist unklar. 1940–46 lebte Sch. in der Türkei, danach bis 1953 in São Paolo/BRA, wo er jeweils als Musiker und Ingenieur tätig war. 1950 promovierte er an der Univ. Zürich bei dem Schweizer Musikwissenschaftler Antoine-Elisée Cherbuliez. 1953 übersiedelte Sch. in die USA. Auch hier arbeitete er als Musiker (so gab er am 27.9.1946 ein Konzert in der New Yorker Carnegie Hall, wo er u. a. seinen Vulcania Waltz sowie Klavierbearbeitungen von Werken von J. Strauß Sohn und Fr. Schubert interpretierte) sowie Ingenieur und unterrichtete an verschiedenen Colleges. Sch. komponierte zahlreiche Werke, v. a. für Klavier, von denen einige in Druck erschienen und ab 1933 auch auf Radio Wien zu hören waren.
Schriften
Das Problem der Tonalität, Diss. Zürich 1950 (auch gedr.); Über unsere neue Wiener Stadtbahn. Plauderei in Jugendfreund. Monatsschrift für das junge Volk 28/2 (1927); Das Luftschiff als moderner Schöpfungsgedanke in Der getreue Eckart 6/7 (1929); Deutschlands Anteil an der österr. Wasserkraftnutzung in Reichspost 15.8.1929; Musik- und Theaterleben in Zürich in Neues Wr. Tagbl. 9.4.1939.
Werke
Orchesterwerke (Dionysos, op. 17; Alpensegen Helvetia; 4 Hedjas, op. 187); Klavierwerke (Suite exotique, Suite im alten Stil); Kammermusik; Lieder; Chöre.
Literatur
Reichspost 16.12.1931, 11; Neues Wr. Journal 3.7.1934, 11; Gerechtigkeit 22.10.1936, 12; Neues Wr. Journal 2.4.1937, 10, 4.4.1937, 19; 5.8.1937, 13; Badener Ztg. 8.12.1937, 3; Radio Wien 8.12.1933, 24; Taufbuch der Pfarre Rennweg (Wien III) 1900, fol. 101; Mitt. Archiv TU Wien; Mitt. Archiv MUniv. Wien; Mitt. des Sohnes Robert Sch.; eigene Recherchen (www.anno.ac.at, http://archiv.vhs.at/vhsarchiv_suche.html; www.friedhoefewien.at).

Autor*innen
Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
11.11.2020
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Schadler, Friedrich Carl (Frederick Carl)“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 11.11.2020, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x003bef39
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Brasilianische Einwanderungskarte, 14.3.1946© www.familysearch.org/

DOI
10.1553/0x003bef39
GND
Schadler, Friedrich Carl (Frederick Carl): 125427778
OBV
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