Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Schicht, Schicht, true Johann Gottfried
* 1753 -09-2929.9.1753 Reichenau bei Zittau, Sachsen/D (Bogatynia/PL), 1823 -02-1616.2.1823 Leipzig/D. Dirigent, Organist, Kantor und Komponist. Erhielt Musikunterricht (Klavier, Orgel, Gesang) vom J. S. Bach-Schüler Johann Trier in Zittau. Ein Jus-Studium an der Univ. Leipzig gab er 1776 unter dem Einfluss J. A. Hillers zugunsten der Musik auf. In dessen Konzertvereinigungen (Grosses Concert, Musikübende Gesellschaft) spielte er Violine, ab 1781 auch als Pianist bei den Gewandhauskonzerten. 1785 wurde er Hillers Nachfolger als Musikdirektor der letzteren und der Neukirche. Sch., der bereits 1786 einen Singverein gegründet hatte, leitete 1802–07 die von ihm initiierte Leipziger Singakademie. 1808 wurde er Univ.smusikdirektor (bis 1816), 1810 Thomaskantor. Bedeutung erlangte Sch. auch durch seine frühen Ausgaben und Aufführungen der Motetten J. S. Bachs. Er heiratete 1786 die Sopranistin Costanza Valdesturla (* 1759 Pisa/I, † 19.7.1809 Leipzig), die 1779–85 in der Kapelle der Esterházys in zahlreichen Werken J. Haydns mitgewirkt hatte. Deren Tochter Henriette Wilhelmine Sch. (?–1831) war ebenfalls Sängerin.
Ehrungen
Mitglied der Königlichen Akad. der Musik Stockholm.
Werke
Allgemeines Choralbuch 1819; Oratorien (Das Ende der Gerechten 1806), Kantaten, Motetten, Messen; Klavierstücke.
Schriften
Grundregeln der Harmonie nach dem Verwechslungssystem 1812.
Literatur
NGroveD 22 (2001), MGG 11 (1963); M. Märker in Mf 50 (1997); DBEM 2003; K-R 1997 u. 2002 [Valdesturla]; Ulrich 1997; MGÖ 2 (1995).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Schicht, Johann Gottfried‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]