
Schneider,Georg (Pseud. Georg Colette, S. Georg, Vittore Benvenuto,
James Bird, Sepp Hintertupfer, Pablo de Saragotta, Hanns Wolf, Karl
Zöllner)
* 12.3.1898
Wien,
† 11.10. [nicht 3.11.] 1973
Feldkirch/V.
Komponist.
Besuchte die Wiener MAkad., wo er
1910–21 (Unterbrechung 1916–18) Violine (bei G. Feist, H. Steiner v. Eltenberg,
J. Stwertka), Klavier (bei
Josef Saphier [ca. 1859– nach 1933]) und Musiktheorie (bei C. Horn) studierte. Nach dem Ersten
Weltkrieg – Militärdienst ab
1916 bei den Hoch- und
Deutschmeistern – war Sch. in den 1920er Jahren als Orchestermusiker an
verschiedenen Wiener Bühnen und als Kabarettpianist tätig sowie Mitglied eines
Showorchesters, mit dem er eine Europatournee unternahm; 1919 erste Kompositionsabende
im Wiener Musikverein (Gesellschaft der
Musikfreunde in Wien). In der Folge gründete er ein eigenes Streichquartett, das Auftritte im
kleinen Wiener Musikvereinssaal und im Rundfunk verzeichnen konnte.
Zumindest 1928 war er Kapellmeister in
Königsberg (Kaliningrad/RUS). Ab
1937 lebte er zunächst als freischaffender Künstler in Feldkirch, wo er ab 1953 an der Stella
Matutina Violine unterrichtete und in mehreren Orchestern spielte (auch in Dornbirn und Vaduz); Auftritte in der
Schweiz und Gründer des
Feldkircher Kammerorchesters. Als Komponist arbeitete er ca.
1946–69 für den Film (hauptsächlich für in
Deutschland produzierte
Dokumentar- und Spielfilmproduktionen) sowie für die Vorarlberger Landesbühne. Darüber hinaus
betrieb Sch. 1948–52 den Janus-Verlag, um eigene Kompositionen auf dem
Gebiet der Unterhaltungsmusik zu verbreiten. Seit dem 4.4.1921 war Sch. mit der Geigerin
und Musikpädagogin Anna (Anni)
Prücher (* 16.1.1901 Wien, † ? [Ort?])
verheiratet.
Ehrungen
1. Schubertpreis der Wr. Volkskunst 1928; 3 Filmmusikpreise 1947; Ehrengabe des Landes Vorarlberg für Kunst und Wissenschaft 1966; Prof.-Titel 1971.
1. Schubertpreis der Wr. Volkskunst 1928; 3 Filmmusikpreise 1947; Ehrengabe des Landes Vorarlberg für Kunst und Wissenschaft 1966; Prof.-Titel 1971.
Werke
Orchesterwerke (Polonia, Scherzo macabre), Konzerte, Kammermusik, Kantaten, Singspiel Altweibersommer (unvollendet), Operette Das Liebesnest (unvollendet), Film- u. Bühnenmusiken, Wienerlieder, Märsche (s. Tbsp.); Tanz- u. U-Musik. – Nachlass: Stadtbibliothek Feldkirch, Musikslg.
Orchesterwerke (Polonia, Scherzo macabre), Konzerte, Kammermusik, Kantaten, Singspiel Altweibersommer (unvollendet), Operette Das Liebesnest (unvollendet), Film- u. Bühnenmusiken, Wienerlieder, Märsche (s. Tbsp.); Tanz- u. U-Musik. – Nachlass: Stadtbibliothek Feldkirch, Musikslg.
Literatur
Lang 1986; ÖMZ 10 (1955), 31 u. 25 (1970), 499; MGÖ 3 (1995); M. Getzner, Vorarlberger Komponisten , Bd. 1, 2017; E. Schneider in Montfort 1971; Neues Wr. Tagbl. 25.11.1919, 19, 25.7.1928, 4; Taufbuch der Pfarre Reindorf (Wien XV) 1898, fol. 100; Trauungsbuch der Pfarre Weinhaus (Wien XVIII), 1921, fol. 23; www.feldkirch.at (3/2015); www.filmportal.de/georg-schneider (5/2023); Mitt. Archiv MUniv. Wien; Mitt. Musikslg. Vorarlberger Landesarchiv.
Lang 1986; ÖMZ 10 (1955), 31 u. 25 (1970), 499; MGÖ 3 (1995); M. Getzner, Vorarlberger Komponisten , Bd. 1, 2017; E. Schneider in Montfort 1971; Neues Wr. Tagbl. 25.11.1919, 19, 25.7.1928, 4; Taufbuch der Pfarre Reindorf (Wien XV) 1898, fol. 100; Trauungsbuch der Pfarre Weinhaus (Wien XVIII), 1921, fol. 23; www.feldkirch.at (3/2015); www.filmportal.de/georg-schneider (5/2023); Mitt. Archiv MUniv. Wien; Mitt. Musikslg. Vorarlberger Landesarchiv.
Autor*innen
Christian Fastl
Karoline Hochstöger
Karoline Hochstöger
Letzte inhaltliche Änderung
12.7.2023
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl/Karoline Hochstöger,
Art. „Schneider, Georg (Pseud. Georg Colette, S. Georg, Vittore Benvenuto, James Bird, Sepp Hintertupfer, Pablo de Saragotta, Hanns Wolf, Karl Zöllner)“,
in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung:
12.7.2023, abgerufen am ),
https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e14b
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.