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Schumann-Heink Schumann-Heink true (geb. Rössler), Ernestine (Tini)
* 1861 -06-1515.6.1861 Lieben/Böhmen (heute Prag), 1936 -11-1717.11.1936 Hollywood, CA/USA. Sängerin (Alt, Mezzosopran). Gesangsausbildung bei Mariette von Leclair in Graz, wo sie erstmals 1876 solistisch in L. v. Beethovens 9. Symphonie auftrat. Debüt 1878 an der Dresdner Hofoper unter dem Namen Tini Rössler, weitere Studien in Dresden/D bei Karl August Krebs und Franz Wüllner sowie bei Giovanni Battista Lamperti. 1882 an der Berliner Kroll-Oper, 1883–98 an der Hamburger Oper, 1898 an der Oper von Chicago/USA, ab 1899 an der Metropolitan Opera New York/USA (Auftritte bis 1932), 1911–16 an der Chicago Opera. 1908 erhielt sie die amerikanische Staatsbürgerschaft. Zahlreiche Gastspiele (ab 1892 an der Covent Garden Opera London unter G. Mahler, 1896–1914 bei den Bayreuther Festspielen, 1909 sang sie die Klytämnestra in der UA der Elektra von R. Strauss, der ihr 1899 die Drei Gesänge op. 43 gewidmet hatte). 1909 gab sie auch Liederabende in Wien. Sch.-H. war v. a. als Wagner-Sängerin überaus geschätzt. Große Popularität errang sie in Amerika durch eine rege Konzerttätigkeit. Ab 1926 sang sie jährlich das Stille Nacht! Heilige Nacht! (auf englisch und deutsch) im Rundfunk und trug damit zu dessen Popularisierung in den USA bei. In ihren letzten Lebensjahren war sie v. a. als Gesangslehrerin tätig, 1935 wirkte sie aber noch im amerikanischen Tonfilm Here’s to Romance mit. Sie war 1882–93 in erster Ehe mit dem Sekretär der Dresdner Oper, Ernst Heink, in zweiter Ehe ab 1893 mit dem Schauspieler und Leiter des Hamburger Thalia-Theaters, Paul Schumann, in dritter Ehe 1905–14 mit dem Rechtsanwalt William Rapp verheiratet.
Gedenkstätten
Stern auf dem Walk of Fame, Hollywood; Verfilmung ihres Lebens in Cradle Song (NBC 1955).
Ehrungen
Ehrenbürgerin von San Diego, CA/USA 1915.
Literatur
J. L. Howard, E. Sch.-H. Her Life and Times 1992; M. Lawton, Sch.-H. The Last of the Titans 1928; J. McPherson in Record Collector 17 (1967/68), 20 (1971/72) u. 25 (1979/80); R. Ulrich, Österreicher in Hollywood 2004; ÖBL 11 (1999); K-R 1997 u. 2000; NGroveDO 4 (1992); NGroveD 22 (2001); InterpretenL 1992; Baker 1984; MGG 12 (1965); LdM 2000; Kosch 3 (1992); Riemann 1961 u. 1975; DBEM 2003; F-A 1936 u. 2 (1978); www.sandiegohistory.org/bio/heink/heink.html (7/2005).

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Schumann-Heink (geb. Rössler), Ernestine (Tini)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 15.8.2005]


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