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Schuricht, Schuricht, true Carl
* 1880 -07-033.7.1880 Danzig/Preußen (Gdańsk/PL), 1967 -01-077.1.1967 Corseaux-sur-Vevey/CH. Dirigent, Komponist. Stammte aus einer Orgelbauerfamilie, seine Mutter war Sängerin. Er lernte Klavier und Geige, studierte 1901–03 an der Berliner MHsch. Komposition (bei Engelbert Humperdinck) und Klavier (bei Ernst Rudorff), danach in Leipzig/D bei Max Reger. Er war zunächst Korrepetitor, dann Kapellmeister an deutschen Theatern (Mainz, Zwickau, Dortmund, [Bad] Kreuznach, Goslar). 1912–44 war Sch. Musikdirektor (ab 1922 Generalmusikdirektor) in Wiesbaden/D. 1933/34 leitete er den Philharmonischen Chor in Berlin. Er war auch Gastdirigent mehrerer Orchester. Nach dem Exil in der Schweiz (1944) wurde er zur Wiedereröffnung der Salzburger Festspiele 1946 eingeladen (wo er 1965 sein letztes Konzert gab) und ging 1956 mit den ab 1934 oft von ihm dirigierten Wiener Philharmonikern auf deren erste USA-Tournee. Einen Ruf erwarb er sich durch Interpretationen A. Bruckners, G. Mahlers und moderner Komponisten.
Ehrungen
Internationale Bruckner-Medaille 1949; Ehrenbürger der Stadt Wiesbaden 1953.
Werke
Werke f. Orch.; Klavierwerke; Lieder.
Literatur
MGG 12 (1965); NGroveD 22 (2001); DirigentenE 1985; InterpretenL 1992; Riemann 1961 u. 1975; DBEM 2003; Kürschner 1954; Kosch 3 (1992); F-A 1936; MGÖ 3 (1995); http://page.freett.com/Schuricht/Schuricht.htm (7/2005).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Schuricht, Carl‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18/07/2005]