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Schuster, Schuster, Ignaz: Familie
Ignaz: * 1779-07-2020.7.1779 Wien, † 1835-11-066.11.1835 Wien. Schauspieler, Sänger (Bassist) und Komponist. Am Schottenstift war er Sängerknabe und 1798–1806 Bassist. Er erhielt Unterricht in Komposition (von J. Eybler) und Klavierspiel (von F. Volkert). Nach einem abgebrochenen Studium war er zunächst Sänger am Theater in der Leopoldstadt (ab 1801), in der Wiener Hofmusikkapelle (ab 1806) und im Chor an St. Stephan (ab 1807). Danach begann Sch. seine Karriere als Komödiant am Leopoldstädter Theater. 1813 prägte er die Figur des „Staberl“ in A. Bäuerles Lustspiel Die Bürger in Wien (Volksschauspiel) und wurde zu einem bedeutenden Charakterkomiker (mit Th. Krones als kongenialer Partnerin in Lokalstücken und Parodien). Er war ab 1820 auch Opernregisseur, ab 1828 v. a. auf Gastspielreisen. Durch die Konkurrenz mit F. Raimund wurde Sch.s Vormachtstellung im Bereich der Wiener Volkskomödie geringer. Er komponierte v. a. komische Opern und Singspiele. Sein älterer Bruder Anton (* 1769 Wien, † 16.6.1837 Wien) war Schauspieler und Chorsänger (Bass) am Theater in der Leopoldstadt und an St. Stephan. Auch dessen Sohn Joseph (* ca. 1811 Wien, † ?) war Musiker.
Werke
komische Opern (Der Palast der Wahrheit 1810; Cora, die Sonnenjungfrau 1812), Singspiele (Die falsche Primadonna 1818; s. Abb.), Zauberspiel Jupiter in Wien 1825; Lieder u. Gesänge; Große Messe 1817.
Literatur
ÖBL 11 (1999); Czeike 5 (1997); K-R 1997; Riemann 1975; NGroveD 22 (2001); MGG 12 (1965); Hadamowsky 1988; Bauer 1955; Wurzbach 32 (1876); Kosch 3 (1992); DBEM 2003; Eisenberg 1903; WStLA (Verlassenschaftsabhandlung A. Sch.).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Schuster, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 15.5.2005]