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Schweitzer, Schweitzer, true Johann Baptist
* 1790 -04-1010.4.1790 Fünfkirchen/Ungarn (Pécs/H), --1865 1865 Pest (Budapest). Geigenbauer. War Schüler F. Geissenhofs in Wien und soll bereits 1813 in Pest (Budapest) nachweisbar sein, sicher ist jedoch nur der Beginn seiner dortigen Tätigkeit als Geigenbaumeister am 2.6.1823. Er zählte zu den hervorragenden Vertretern des ungarischen Geigenbaus, zeigte sich sehr experimentierfreudig und baute v. a. Violinen nach Modellen der Familien Amati und Guarneri sowie nach Antonio Stradivari und G. P. Maggini. 1856 zog er sich in den Ruhestand zurück, dürfte aber weiterhin einige Instrumente gebaut haben. Seine Schüler waren G. Lemböck, S. F. Nemessányi, Johann Baptist Dvořák, A. Sitt und Th. Zach. Letzterer war 1857 Sch.s Werkstättennachfolger, nachdem er bereits vorher dessen Geschäftspartner gewesen war; 1862 verkaufte er an J. Schunda.
Literatur
P. Benedek, Ungarischer Geigenbau. Dokumentation der im Herbst 1995 im Münchener Stadtmuseum ausgestellten Instrumente 1997; Lütgendorff 1922; W. Henley, Universal Dictionary of Violin and Bow Makers 5 (1960); Prochart 1979; MGÖ 2 u. 3 (1995).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Schweitzer, Johann Baptist‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 15.5.2006]