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Shahyar, Shahyar, true Golnar
* 1985-02-1212.2.1985 Teheran. Sängerin, Gitarristin, Performerin, Komponistin, Texterin und Musikpädagogin. Sh. wuchs in Teheran auf. 2001 übersiedelte sie mit ihren Eltern nach Kanada, wo sie 2005–08 an der York University Biologie studierte und die kanadische Staatsbürgerschaft erhielt. Nach dem Bachelorabschluss in Biologie zog sie 2008 nach Wien, um sich als Musikerin ausbilden zu lassen. 2008–13 studierte sie Jazzgesang, Musikpädagogik und Gitarre an der MUniv. Wien. Dabei war v. a. ihre Gesangspädagogin E. Aichinger eine prägende Inspirationsquelle. Sh. machte sich in Wien schnell einen Namen als eine versierte Gesangskünstlerin in vielen Bereichen der zeitgenössischen und improvisierten Musik mit Einflüssen aus der traditionellen persischen Musik sowie arabischen, afrikanischen, türkischen, kurdischen, spanischen und sephardischen Musikkulturen. Mit M. Mirarab verbindet sie seit 2011 eine fruchtbare Zusammenarbeit bei mehreren Kooperationsprojekten wie Golnar & Mahan, Sehrang (mit Shayan Fathi [perc]) und Choub (mit Martin Heinzle [cb] und Klemens Marktl [dr]). 2011–17 war sie Leadsängerin in der Band Sormeh (Mona Matbou Riahi [cl] und J. Popržan [va, voc, loops]). S. hatte auf großen Bühnen ganz Europas Auftritte (u. a. Berliner Philharmonie, Philarmonie de Paris, Royal Festival Hall und King’s Place in London, Deutsche Oper Berlin, Théâtre du Châtelet in Paris), im Mai 2024 wirkte sie als Gast der NDR Bigband in der Elbphilharmonie in Hamburg/D. Sie ist auch als Schauspielerin und Komponistin von Bühnenmusik für Theater, Tanz und zeitgenössisches Musiktheater tätig und war etwa am Volkstheater Wien, dem Wiener Konzerthaus (Jeunesses), dem Wiener Kunsthistorischen Museum und bei den Tanzlabor Labyrinth Productions tätig. 2013–19 war Sh. im Rahmen des NASOM (The New Austrian Sound of Music)-Programmes Vertreterin der österreichischen Musikszene. Sie ist eine sozial engagierte Künstlerin und setzt sich besonders für die Verbesserung der Situation von Frauen im Iran ein. 2017/18 war sie künstlerische Leiterin des Festivals The Female Voice of Iran an der Zeitgenössischen Oper Berlin. 2022 veröffentlichte sie den in persischer Sprache geschriebenen Protestsong Sagt meiner Mutter, dass sie keine Tochter mehr hat. Im selben Jahr brachte sie mit Tear Drop ihr erstes Soloalbum heraus, davor wirkte sie auf Plattenaufnahmen mit ihren verschiedenen Ensembles sowie als Gastmusikerin mit. 2025 trat sie im Musikverein mit einem Programm mit Texten der Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi auf. Darüber hinaus veranstaltet sie im KunstSozialRaum der Brunnenpassage (Wien XVI) regelmäßig Workshops.
Ehrungen
Mehrfache Finalistin beim Austrian World Music Award; Nominierung von Tear Drop für den Deutschen Jazzpreis 2023 als Debütalbum des Jahres (international); Arbeitsstipendium Komposition des Kulturamtes der Stadt Wien 2023.
Werke
Tear Drop 2022; m. Choub: Choub 2013; m. Sehrang: Dar Lahze 2014; m. Sormeh: Sormeh 2014; m. Golnar & Mahan: Derakht 2017; Bühnenmusik.

Autor*innen
Emanuel Wenger
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2025
Empfohlene Zitierweise
Emanuel Wenger, Art. „Shahyar, Golnar“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 15.5.2025, abgerufen am ), https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_S/Shahyar_Golnar.xml
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
© Ina Aydogan
© Ina Aydogan

GND
Shahyar, Golnar: 127754851X
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