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Spoth, Spoth, Joseph Nicolaus: Familie
Joseph Nicolaus: * 1773 -12-044.12.1773 Zerchowitz/Böhmen (Cerhovice/CZ), 1851 -04-1212.4.1851 Maria Taferl/NÖ. Komponist, Organist, Lehrer. Erster Musikunterricht von Franz Lego, dem Lehrer seines Heimatortes. Nachdem er 1792 den Lehrerpräparandenkurs absolviert hatte, wurde er zunächst Schulgehilfe und 1793 Organist in Pisek (Písek/CZ). Im Jahr darauf ging er nach Niederösterreich und war 1797–1847 als Schulmeister und 1802–48 als Organist (Nachfolger von F. J. Pfeiffer) in Maria Taferl tätig. Bedingt durch seine Verehelichung betätigte er sich jedoch ab 1805 als Gastwirt und überließ den Schuldienst seinem Gehilfen. Seine Tochter Theresia (* 7.3.1814 Maria Taferl, † ?; ab 1838 verehelichte von Weinzierl) war die Mutter von M. v. Weinzierl.
Werke
Über 20 dt. und lat. Messen, kleinere Kirchenmusik.


Seine Söhne

Joseph: * vor 1805 (Ort?), † nach 1831 (Ort?). Organist und Komponist. Schrieb 1819 sein Opus 1, ein Offertorium. 1824 kam er als Organist zu Franz Weber, damals Organist und ab 1825 Chorregent an der Wiener Karlskirche. Wahrscheinlich wirkte er noch unter Jos. Ruprecht an St. Karl, ein Veni sancte spiritus von 1828 ist im Musikarchiv der Kirche erhalten. Seine letzte nachweisbare Komposition ist mit 1831 datiert.


Werke
4 Messen, kleinere Kirchenmusik, Tanzmusik.


Eduard (Edward): * 14.2.1821 Maria Taferl, † 21.4.1895 Kingston-Rondout, New York/USA. Organist, Lehrer, Komponist. War Schüler seines Vaters und des Benediktinerstifts Melk, erste Kompositionen datieren von 1842. 1845 erhielt er die Lehrerausbildung in St. Pölten, legte 1846 die Lehrbefähigungsprüfung ab und wurde 1847 Oberlehrer in seinem Heimatort. 1848–54 auch Organist in Maria Taferl (Nachfolger J. Binder). 1854 wanderte E. in die USA aus, wo er als Organist, Musiklehrer und Komponist in Buffalo (New York, 1854–57), New York (1857–62, 1868–71), Jersey City (New Jersey), Washington D. C. (1870, 1876–79), Baltimore, Pittsburgh, Avilla (Indiana), Ashland (Pennsylvania), Fort Wayne (Indiana), Rochester (New York) und Poughkeepsie (New York) tätig war. Ab 1879 lebte er v. a. in Kingston. E. genoss als Organist, Chorleiter und Komponist ein großes Ansehen (seine Werke erschienen in nordamerikanischen Musikverlagen), 1859 war er Mitbegründer und erster Chormeister des New Yorker Beethoven Männerchors. Auffallend ist, dass seine kirchlichen Anstellungen meist in der Nähe zu den Redemptoristen standen. Eine seiner Töchter und zwei Enkelinnen waren auch als Sängerinnen tätig.


Werke
mindestens 6 Messen, 2 Requien, kleinere Kirchenmusik, Orgelmusik, Tänze, Märsche.
Schriften
Beiträge in der Zs. Fliegende Blätter für katholische Kirchen-Musik 1867.


Johann Baptist: * 24.6.1822 Maria Taferl, † nach 1854 (Ort?). Organist. Er war nach eigenen Angaben 1847 Organist in Maria Taferl und 1854 an St. Karl in Wien.


Werke
Requiem (seinem Bruder E. Sp. gewidmet) u. a. Kirchenmusik.


Franz: * 8.10.1823 Maria Taferl, † nach 1851 (Ort?). Komponist. Dürfte eine geringere musikalische Begabung gehabt haben, er war bei seinen Kompositionen satztechnisch auf die Hilfe seiner Brüder angewiesen. 1851 ist er in Ollersbach/NÖ nachweisbar.


Werke
Tantum ergo in C (1851).
Literatur
P. Erhart in Unsere Heimat 83/1–2 (2012); Wurzbach 36 (1878); Erhart 1998 u. 2002; eigene Recherchen.

Autor(en)
Alexander Rausch
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch/Christian Fastl, Art. „Spoth, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 15/01/2014]