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Stanković, Stanković, true Kornelije
* 1831 -08-1818.8.1831 Buda (Budapest), 1865 -04-055.4.1865 Buda. Pianist und Komponist. 1850–55 Schüler von S. Sechter und des Pianisten Rudolf Willmers in Wien, wo er auch mit den panslawischen Ideen der Omladina-Bewegung vertraut und gewissermaßen zum musikalischen Gegenstück von Vuk Karadžić (1787–1864) wurde. 1863/64 Dirigent der ältesten Chorvereinigung in Belgrad (Serbien), galt sein Bemühen v. a. den serbischen Volksliedern, die er, dem Gebrauch der Zeit gemäß, mit Klavierbegleitung versah und/oder mehrstimmig setzte und in verschiedenen Ausgaben herausbrachte. Als Komponist lehnte er sich an volksmusikalische Thematik an, doch dürfte seine Bedeutung überhaupt weniger auf diesem Gebiet gelegen sein als in seinen Anregungen, die er dem Musikleben von Belgrad gab: seine Kompositionen für das Theater, sein Engagement für eine Musikschule in Belgrad und nicht zuletzt seine vierstimmigen Sätze für die serbische Orthodoxie (die ersten ihrer Art). Nicht nur hinsichtlich seiner Biographie, sondern auch seiner Vorliebe für kleine Formen erscheint er als ein „typischer Romantiker“, er kann als serbischer Nationalkomponist gelten.
Schriften
W (soweit überhaupt, in Wien gedruckt): Klavierwerke (Variationen, Tänze), serbische Kirchengesänge u. Volkslieder (1859, 1862, 1863), weltliche wie geistliche Männer- u. gemischte Chöre. NA: D. Petrović (Hg.), Complete Works of K. St. 1: Piano Works 2004.
Literatur
NGrove 24 (2001); St. Djurić-Klajn, A Survey of Serbian Music through the Ages 1972; R. Flotzinger in D. Stefanović (Hg.), K. St. i njegovo doba. K. St. and his time 1985, 41–53; St. Hafner in Anon. (Hg.), Vuk Stefanović Karadžić 1787–1864, 1989 (= Sitzungsberichte der ÖAW phil-hist. Klasse 540).

Autor(en)
Rudolf Flotzinger
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Stanković, Kornelije‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]