Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Starke Starke true (Starcke), Friedrich
* 1774-03-2929.3.1774 Elsterwerda/Sachsen, 1835 -12-1818.12.1835 Döbling (Wien XIX). Hornist, Kapellmeister, Komponist. War zunächst Stadtmusikant in Elsterwerda und Großenhain/D, reiste fünf Jahre durch Sachsen und war danach zwei Jahre Kapellmeister bei einem Wanderzirkus. Anschließend hielt er sich in Salzburg auf und war danach zwei Jahre Klavierlehrer in Wels bei einer Gräfin Pilati. Während der Franzosenkriege soll er Kapellmeister beim IR Nr. 33 gewesen sein, Aufenthalte führten ihn nach St. Pölten, Klattau (Klatovy/CZ) und Pressburg. In Wien studierte St. – bis dahin in Musiktheorie weitgehend Autodidakt – bei J. G. Albrechtsberger und war Hornist im Hofopernorchester; 1810-35 Mitglied der Tonkünstler-Sozietät. Um 1815/16 unterrichtete er Karl v. Beethoven, den Neffen L. v. Beethovens, der St. als Musiker und Lehrer schätzte, ihm für dessen Klavierschule die Bagatellen op. 119/7–11 schrieb und ihm hiefür auch den zweiten und dritten Satz der D-Dur-Klaviersonate op. 28 sowie eine Bearbeitung der Solopart-Coda des Schlusssatzes aus dem c-Moll-Klavierkonzert op. 37 (unter dem Titel Concert Finale) überließ.
Werke
Volksmärchen Die Brüder v. Stauffenburg oder Das Wundermärchen (T: J. A. Gleich; UA 1811 Wien), Tongemälde Die Schlacht bei Leipzig 1816, Messen, kleinere Kirchenmusik, ca. 300 Stücke f. Militärmusik, Neue effektvolle Trompeten-Aufzüge f. 10 Trp.n, 2 H.er u. Pos., Märsche, Kammermusik, Klavierstücke (s. Abb.); Wr. Pianoforte-Schule, 3 Bde. 1819–21; Kleine Wr. Pianoforte-Schule vorzüglich f. Kinder aus dessen größerer Wr. Pianoforte-Schule in 1 Bd. zusammengefasst, die Theorie neu geordnet 1830.
Literatur
MGG 12 (1965); BeethovenH 1926; EitnerQ 9 (1903); Kosch 4 (1998); Mendel-R. 9 (1878); Wurzbach 37 (1878), F-A 1936; Kinsky-Halm 1955; Stieger II/3 (1978); A. Weinmann, Der Alt-Wr. Musikverlag im Spiegel der „Wr. Ztg.“ 1976, 60; Brixel/Martin/Pils 1982; C. F. Pohl, Denkschrift aus Anlass des hundertjährigen Bestehens der Tonkünstler-Societät 1871; MGÖ 2 (1995).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Starke (Starcke), Friedrich‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]