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Unschuld von Melasfeld, Unschuld von Melasfeld, true Marie (verh. Lazard)
* 1871-05-1717.5.1871 Olmütz/Mähren (Olomouc/CZ), † 1965-10-088.10.1965 Wheaton, Maryland/USA. Pianistin, Klavierpädagogin, Komponistin. Die Tochter des Feldmarschall-Leutnants Wenzel Ritter U. v. M. lebte ab 1876 in St. Pölten und ab 1880 in Krems und erhielt bereits im Alter von fünf Jahren Klavierunterricht von einer Tante mütterlicherseits. 1883/84 privater Violinunterricht, 1884–87 besuchte sie die MSch. von W. Heybal. 1887–90 studierte U. v. M. am Konservatorium der GdM (bei J. Dachs Klavier und bei H. Grädener Harmonielehre), privat auch Violine bei J. Dont und J. Maxincsak; 1891 Staatsprüfung für Klavier und Violine. Anschließend war sie Klavierschülerin von Bernhard Stavenhagen in Weimar/D und Th. Leschetizky in Wien sowie Kompositionsschülerin von H. Grädener. Als Klaviervirtuosin trat U. v. M. in ganz Europa auf und feierte große Erfolge. Bis 1903 gab sie in Wien Klavierunterricht für Fortgeschrittene, anschließend übersiedelte sie in die USA (Amerika), wo sie 1904 die Univ. of Music and Dramatic Art in Washington D. C. gründete. 1907 heiratete sie Henry Lazard, mit deren gemeinsamer Tochter Madeline (* 1908), die sie unterrichtete, ging U. v. M. ab 1919 auf Tourneen durch die USA und Europa. Daneben war sie weiterhin als vielgefragte Klavierpädagogin, Solistin und auch Kammermusikerin tätig.
Ehrungen
1. Preis u. silberne Gesellschaftsmedaille der GdM 1890; ausländische Orden.
Werke
W (alle verschollen): Lieder, Klavierstücke.
Schriften
Die Hand des Pianisten. Methodische Anleitung zur Erlangung einer sicheren brillanten Klaviertechnik modernen Stils nach Principien des Herrn Prof. Th. Leschetitzky 1902; Practical Supplement to „The Pianist’s Hand“ 1906; The Scale Practice 1911; The „Von Unschuld Method“ of Pianoforte-Playing and Teaching 1911; The Graded Course 1912; Arts and Means for Pianoforte-Instruction 1915; Handbook of General Musical Knowledge 1915.
Literatur
Marx/Haas 2001; Kosel 1902; Wr. Salonbl. 8.6.1907, 13; Mährisches Tagbl. 3.1.1894, [4]; Jahresberichte des Konservatoriums der GdM; R. Müller, Eine Pionierin der modernen Klavierpädagogik: M. U. v. M. (http://www.oeaw.ac.at, 2/2017).
Autor*innen
Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
4.10.2021
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Unschuld von Melasfeld, Marie (verh. Lazard)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 4.10.2021, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x00127894
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Dt. Musik-Ztg. H. 21 (1899), 129© ANNO/ÖNB

DOI
10.1553/0x00127894
GND
Unschuld von Melasfeld, Marie (verh. Lazard): 1046340492
OBV
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