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Vallotti, Vallotti, true P. Antonio OFMConv
* 1697 -06-1111.6.1697 Vercelli, Piemont/I, 1780 -01-1010.1.1780 Padua/I. Komponist und Musiktheoretiker. Studierte Komposition bei Giovanni Ambrogio Bissone in Vercelli, 1716 trat er in den Minoritenorden ein, 1720 erhielt er die Priesterweihe. V. studierte Philosophie und Theologie in Cuneo/I, Mailand/I und Padua, wo er Musiktheorieschüler von Francesco Antonio Calegari war. Ende 1722 avancierte er zum 3. Organisten an der Basilika San Antonio, 1727 wurde er Assistent von Kapellmeister Giuseppe Rinaldi, 1730–80 bekleidete V. selbst das Kapellmeisteramt an San Antonio. V. gilt als einer der bedeutendsten italienischen Musiktheoretiker, seine Lehre fußte auf intensivem Studium der italienischen Renaissance-Komponisten. Im März 1771 besuchte ihn W. A. Mozart, zu seinen Schülern zählte G. J. Vogler. Vom 22.11.1733 datiert ein (vermutlich unbeantworteter) Brief an J. J. Fux, in dem er sich als Gegner der Fux’schen Gradus ad parnassum positionierte. Mit G. B. Martini stand er in brieflichem Kontakt (74 Briefe erhalten).
Schriften
Della scienza teorica e pratica della moderna musica 1 (Padua 1779), 2–4 (Mss.) hg. v. G. Zanon/B. Rizzi (Trattato della moderna musica 1950); weitere musiktheoretische Schriften (alle hs. in I-Pca bzw. I-Vnm).
Werke
über 350 geistliche Kompositionen (Mess- u. Requiemsätze, Hymnen, Psalmen, Responsorien); Instrumentalfugen.
Literatur
NGroveD 26 (2001); MGG 13 (1966); O. Wessely, Johann Joseph Fux u. F. A. V. 1967; MGÖ 2 (1995).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Vallotti, P. Antonio OFMConv‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 15.5.2006]