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Wahl, Wahl, true Stefan (Stephan)
* 1859-03-2727.3.1859 Bereschany/Galizien (Brzezany/UA), † 1911-03-2323.3.1911 Wien. Geiger, Komponist. Sein Vater Johann Stefan W. (1824–93) war Kapellmeister und Feldwebel des IR.s Nr. 63 und übernahm als Pensionist 1892 die Leitung des Unterrichts in sämtlichen Blasinstrumenten an der MSch. Kaiser. W. studierte 1877–79 am Konservatorium der GdM Violine bei K. Heißler und J. Hellmesberger d. J., Klavier bei L. Landskron und W. Schenner sowie Kontrapunkt und Harmonielehre bei F. Krenn. 1878 spielte er gemeinsam mit F. Skallitzky (V.), H. Kreuzinger (Va.), E. Rosé (Vc.) und G. Mahler (Kl.) die UA von dessen Klavierquintett (verschollen), das dieser zum Studienabschluss komponiert hatte. Nach seinem Abschluss 1879 wurde W. als Sekundgeiger (ab 1887 Primgeiger) ins Orchester der Wiener Hofoper sowie der Wiener Philharmoniker engagiert, wo er bis zu seinem Tod wirkte. 1899–1911 war er Mitglied des Komitees (Kontrollor 1899–1909, stellvertretender Vorstand 1909–11). 1894 kam W. als Exspektant an die Wiener Hofmusikkapelle und wurde 1903 als Mitglied aufgenommen. Daneben widmete er sich der Kammermusik und spielte ca. 1892–94 im W.-Quartett mit Hans Semrad (Vl.), Franz Jelinek (Va.) und Hans Rehn (Vc.). Außerdem komponierte er verschiedene Werke, hauptsächlich für Violine. 1900–05 unterrichtete er Violine an der MSch. Kaiser.
Ehrungen
2. Preis beim Concurs f. V. am Konservatorium der GdM 1.7.1878; 1. Preis beim Concurs f. V. am Konservatorium der GdM 30.6.1879; Silberne Gesellschaftsmedaille des Konservatoriums der GdM 1879.
Werke
Kinderscenen f. V. u. Kl. (Hamburg: Aug. Cranz 1898), Albumblätter f. V. u. Kl. (Leipzig: J. H. Zimmermann 1900), versch. Gelegenheitskompositionen.
Literatur
Ch. Merlin, Die Wr. Philharmoniker 2 (2017); Th. Antonicek in StMw 29 (1978); Eisenberg 1893; Gmundner Wochenbl. 14.2.1865, 76; Die Presse 3.7.1878, 10, 2.2.1892, 11; Dt. Kunst- und Musik-Ztg. H. 1 (1879), 95, H. 4 (1892), 37, H. 4 (1900), 34, H. 19 (1900), 215; Morgen-Post 12.3.1882, 3; Kikeriki 27.3.1892, 5; (Linzer) Tages-Post 19.6.1894, 4; Linzer Volksbl. 11.7.1894, 3; NFP 27.2.1898, 16, 25.3.1911, 28; Neues Wr. Tagbl. 29.1.1905, 11, 27.1.1911, 17, 25.3.1911, 123; Dt. Volksbl. 18.6.1909, 3; Sterbebuch 1911 der Pfarre Meidling (Wien XII), fol. 52; WStLA (TBP 1911); https://de.mahlerfoundation.org (10/2021); www.anzenberger.info (1/2022); eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM; Lehmann’s Adresskalender; www.anno.onb.ac.at).
Autor*innen
Meike Wilfing-Albrecht
Letzte inhaltliche Änderung
8.8.2022
Empfohlene Zitierweise
Meike Wilfing-Albrecht, Art. „Wahl, Stefan (Stephan)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 8.8.2022, abgerufen am ), https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_W/Wahl_Stefan.xml
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.


GND
Wahl, Stefan (Stephan): 1263154328
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