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Werner, Werner, true Friedrich
* 1818 -09-1111.9.1818 Kirchberg bei Zwickau, Sachsen/D, 1887 -04-2929.4.1887 Graz. Orgelbauer. Ab 1851 in Graz nachweisbar, wurde diese Orgelbauwerkstatt zum Hauptlieferanten in der Steiermark zwischen 1850/90. Zudem sind noch zahlreiche Umbauten und Reparaturen bekannt, wovon die Arbeit von 1868 für Mariazell hervorzuheben ist. Von den 54 Werken sind 20 noch erhalten (2006), von weiteren fünf Orgeln besteht noch das Gehäuse. Der einmanualige Typ mit fünf Prospektfeldern fand auch im Südburgenland Abnehmer (Oberdorf, Oberwart [Reformierte Kirche] und Unterschützen). Je ein Werk dieses Typs lieferte Werner nach Raach bei Gloggnitz/NÖ und Sveti Duh na Ostrem vrhu/SLO. Von den größeren Werken sind St. Bartholomä an der Lieboch/St (1869, II/16) und Fernitz/St (1869, II/22) mit ihren eleganten neogotischen Spitzturmgehäusen besonders hervorzuheben. Auch die kleineren Orgeln legen ein gutes Zeugnis ab von solidem Handwerk, technisch konventionell, aber klanglich längst in der Romantik liegend.
Werke
W (weitere): 1856 St. Josef/St (I/12), 1865 Waldbach/St (I/8), 1868 Saazkogel/St (I/4), 1869 Rettenegg/St (I/10), 1875 Kapellen an der Mürz/St (I/8) u. 1877 Schöbling/St (I/6). Von W.s letzter Orgel im Stift Stainz/St (1884, II/19, op.54) hat sich nur das Gehäuse erhalten.
Literatur
Eberstaller 1955; H. Federhofer in Aus Archiv u. Chronik 4 (1951); H. Heiling in Organa Austriaca 3 (1982).

Autor(en)
Gottfried Allmer
Empfohlene Zitierweise
Gottfried Allmer, Art. „Werner, Friedrich‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 20/11/2006]