Logo ACDH-CH
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Wilder, Wilder, true Billy (eig. Samuel Wilder)
* 1906 -06-2222.6.1906 Sucha/Galizien (Sucha Beskidzka/PL), 2002 -03-2727.3.2002 Beverly Hills, CA/USA. Journalist, Drehbuchautor und Regisseur. Nach der Matura am Wiener Realgymnasium Jusstudium, nach Abbruch Reporter bei dem Boulevardblatt Die Stunde. Ging 1926 nach Berlin, dort 1929 erste Beschäftigung als Drehbuchautor und Co-Regisseur, Anstellung bei der UFA (Universum Film AG) und auch Mitarbeit bei diversen Musikfilmen (Drehbücher u. a. für Ein Burschenlied aus Heidelberg, Regie Karl Hartl, 1930, Es war einmal ein Walzer, Regie Victor Jansen, 1932, mit Musik von F. Lehár). 1933 Emigration (Exil) nach Paris, ein Jahr später auf Einladung des Produzenten Joe May weiter in die USA und Anstellung bei Columbia, dann zwei Jahre arbeitslos; kam durch Kontakte besonders zu Peter Lorre wieder ins Filmgeschäft: ab 1936 Anstellung bei Paramount und binnen kurzem äußerst erfolgreich als Drehbuchautor. 1939 US-Staatsbürger. Ab 1942 (The Major and Minor) auch in Hollywood als Regisseur etabliert, im folgenden Jahr einziger anti-nationalsozialistischer Propagandafilm (Five Graves to Cairo 1943). Nach Kriegsende als Colonel der US-Armee Mitarbeit bei Entnazifizierungsverfahren (Nationalsozialismus) in Deutschland. 1947 Verfilmung eines im Wien K. Franz Josephs angesiedelten, eine Konfrontation mit amerikanischer Technik (Grammophon) thematisierenden Musicals (The Emperor Waltz/Kaiserwalzer). Zahlreiche, teils sehr erfolgreiche bzw. preisgekrönte Filme in stilistischer Nachfolge von Ernst Lubitsch, die einer tragischen Situation mit beißendem Humor begegnen, u. a. mit Marlene Dietrich (Witness for the Prosecution/Zeugin der Anklage, 1957), Marilyn Monroe und Tony Curtis (Some like it hot/Manche mögens heiß, 1959), Shirley McLaine (Irma la douce, 1963), Jack Lemmon und Walther Matthau (u. a. The Front Page/Extrablatt, 1974). In den 1960/70er Jahren weniger gefragt, gelang 1981 ein letzter Erfolgsfilm (Buddy, Buddy), danach als Berater tätig.
Ehrungen
Oscars: The Lost Weekend 1945, Sunset Boulevard 1950, The Apartment 1961; Irving Thalberg Award u. American Film Institute’s Lifetime Achievement Award 1988.
Schriften
Der Prinz v. Wales geht auf Urlaub. Berliner Reportagen, Feuilletons u. Kritiken der zwanziger Jahre 2000.
Literatur
R. Ulrich, Österreicher in Hollywood 2004; A.-L. Bawden (Hg.), Filmlex. 6 (1978); H. Karasek, B. W. Eine Nahaufnahme 1992; http://us.imdb.com (2/2006); www.wienerzeitung.at/linkmap/personen/wilder.htm (2/2006); www.dhm.de/lemo/html/biografien/WilderBilly/index.html (2/2006).
Autor*innen
Cornelia Szabó-Knotik
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006
Empfohlene Zitierweise
Cornelia Szabó-Knotik, Art. „Wilder, Billy (eig. Samuel Wilder)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 15.5.2006, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e6ef
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.


DOI
10.1553/0x0001e6ef
GND
Wilder, Billy (eig. Samuel Wilder): 118632795
OBV
Weiterführende Literatur

ORTE
Orte
LINKS
Bayerisches Musiker-Lexikon Online


ACDH-CH, Abteilung Musikwissenschaft

Publikationen zur Musikwissenschaft im Verlag