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Herrmann, Herrmann, true Julius
* 1889 -12-1313.12.1889 Wiener Neustadt/NÖ, 1977 -02-1414.2.1977 Wien. Kapellmeister und Komponist. Nach Klavier- und Violinunterricht am Wiener Konservatorium (u. a. bei A. Rosé und J. M. Grün) bereits 1911 Konzertmeister und fallweise Dirigent bei der gem. m. L. Slezak, A. Mildenburg, S. Kurz u. a. durchgeführten Südamerika-Tournee der Hoch- und Deutschmeister (IR Nr. 4), deren Leitung er als Nachfolger W. Waceks 1918–74 innehatte, die er aber auch noch im Jänner 1977 dirigierte. H., aufgrund seiner Bedeutung für die Militärmusik „blechana [= blecherner] Furtwängler“ genannt, bearbeitete zahlreiche Werke für seine Kapelle und schrieb auch selbst Märsche, Tänze, Potpourris etc.
Gedenkstätten
Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof.
Ehrungen
Silbernes Verdienstzeichen der Ersten Republik; Silbernes Ehrenkreuz der Zweiten Republik; Silbernes Ehrenzeichen von Wien; Goldenes Ehrenzeichen Niederösterreich; Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst; Prof.-Titel; zahlreiche ausländische Auszeichnungen.
Werke
Märsche (Alter Trommler, Fanfare, Liebenauer Kadettenmarsch, Wiener Zuckerbäcker, Servus Amerika), Tänze (Künstlerpolonaise, Hofball in Wien, Sophienwalzer), Deutschmeisterparade, Potpourris (Ball in Schönbrunn, Von der Hofburg nach Schönbrunn).
Literatur
Czeike 3 (1994); Lang 1986; Brixel/Martin/Pils 1982; MGÖ 3 (1995).

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Herrmann, Julius‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]