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Duncan-Schule
Die Tänzerin Isadora Duncan (* 26.5.1877 San Francisco, † 14.9.1927 Nizza) war eine der wesentlichsten Impulsgeberinnen nicht nur für den Freien Ausdruckstanz (Ballett), der sich ab Anfang des 20. Jh.s in Europa entfaltete, sondern auch für den amerikanischen Modern Dance. Neben ihren tänzerischen Aktivitäten betrachtete sie eine harmonische Bewegungserziehung, die die Physis und Psyche umfassen und als Ganzheit erkennen sollte, als eine ihrer wichtigsten Missionen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Elizabeth (* 1874 San Francisco, † 1948 Tübingen) begründete sie ausgehend von diesem Grundgedanken ein Schulwerk. 1905 wurde die erste D.-Sch. in Berlin-Grunewald eröffnet. Isadora D. führte ihren Schulgedanken später v. a. in Paris und Moskau aktiv, wenn auch inkonsequent weiter. Elizabeth D., die die Ideen ihrer Schwester auf eine solidere systematische Basis stellte, eröffnete zusammen mit dem Musikpädagogen Max Merz 1911 in Darmstadt-Marienhöhe eine D.-Sch., die 1925 nach Schloss Klesheim in Salzburg verlegt wurde, wo sie bis 1933 verblieb.
Literatur
E. Duncan, Elizabeth D.-Sch. Marienhöhe Darmstadt 1912; D. Duncan et al., Life into Art. Isadora Duncan and Her World 1993.

Autor(en)
Sibylle Dahms
Empfohlene Zitierweise
Sibylle Dahms, Art. „Duncan-Schule‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18/02/2002]