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Malzat Malzat Josef: (Malzard), Familie
Josef: * --1723 Pirnitz/Mähren (Brtnice/CZ), † 1760-11-2525.11.1760 Wien. Komponist, Violinist. Ging 1745 nach Wien, wo er bei einem Grafen Haugwitz angestellt gewesen sein dürfte. 1747 an der Dominikanerkirche (Wien I), 1757 an St. Stephan nachgewiesen. Wahrscheinlich auch Violinist am Burgtheater.
Werke
Sinfonien, Concerto f. Fl. u. Orch., Partita G f. Fl., V. u. Bass.


Seine Söhne

Johann Michael: * 21.4.1749 Wien, † 13.5.1787 Innsbruck. Komponist und Chormeister. Wurde als Sängerknabe und Violoncellist in Kremsmünster ausgebildet. Über Lambach (1771) kam er nach Stams, wo er 1778–80 Musiklehrer am Knabenseminar war; dazwischen soll er 1776 gemeinsam mit seinem Bruder in Frankfurt am Main/D konzertiert haben. 1780/81 in Bozen erwähnt, hier hoffte er vergeblich auf eine Anstellung als Pfarrmusikus. 1781 zunächst in Schwaz, dann in Wilten nachweisbar, hielt sich M. 1782 und 1784 wiederum in Stams auf. Ca. 1784 war er in Schwaz bei einem Grafen v. Tannenberg angestellt, danach könnte er nochmals in Bozen gewesen sein. 1786/87 wirkte er als Chordirektor an der Universitätskirche in Innsbruck.


Werke
3 Messen (s. Tbsp.), Requiem, Offertorien, Te Deum, Salve Regina; Singspiel, Kantate, Lieder; Sinfonien (s. Tbsp.), Kammermusik (s. Tbsp. und Abb.).


Adam Ignaz Franz Joseph: * 4.3.1757 Wien, † 20.3.1804 Passau/D. Komponist und Oboist. Wurde bereits 1774 Hofmusiker in Salzburg, hier Schüler von M. Haydn. Spätestens im Oktober 1775 verließ er Salzburg und bereiste Frankreich, Italien und die Schweiz. 1776 zunächst in Wien und dann in Frankfurt am Main. 1778–88 war er Oboist am Bozener Pfarrchor und 1788–1803 Kammermusikus des Fürstbischofs von Passau. 1792 trat er in Kremsmünster auf, 1803/04 lebte er nach Auflösung der Passauer Hofmusik von einer Tätigkeit als Theatermusiker und/oder vom Privatunterricht.


Werke
Te Deum; Partiten, Bläserkonzerte.
Literatur
NGroveD 15 (2001); MGG 8 (1960) u. 11 (2004); Riemann 1975; E. Knapp, Kirchenmusik Südtirols 1993; Hintermaier 1972; EitnerQ 6 (1902); Gerber ATL 1 (1790) u. NTL 3 (1813/14); Kellner 1956; Wurzbach 16 (1867); F. Weiss in Mitt. der Internationalen Stiftung Mozarteum 35 (1987); K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 2 (2004).

Autor(en)
Alexander Rausch
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch/Christian Fastl, Art. „Malzat (Malzard), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 01/03/2017]

MEDIEN
J. M. Malzat, Quintett in G, Violine 1, Schluss des Adagios und Beginn des Rondos (Autograph Stift Stams)
J. M. Malzat, Quintett in G, Violine 1, Schluss des Adagios und Beginn des Rondos (Autograph Stift Stams)
J. M. Malzat, Sinfonia in A-Dur, Titelblatt der Stimmenabschrift (um 1790, A-Ik M 5574)© Foto: TLM
J. M. Malzat, Sinfonia in A-Dur, Titelblatt der Stimmenabschrift (um 1790, A-Ik M 5574)
© Foto: TLM
HÖRBEISPIELE

J. M. Malzat, Andante grazioso aus der Sinfonia in C-Dur für 2 Fl., 2 Fg., 2 Hr., Streicher und Bass, um 1775

J. M. Malzat, Rondo. Allegro aus dem Quintett in G-Dur (Nr. 2) für zwei Violinen, zwei Violen und Violoncello, um 1780
© 1997 Institut für Tiroler Musikforschung Innsbruck

J. M. Malzat, Agnus Dei aus der Missa solemnis in C-Dur, um 1780

J. M. Malzat, Benedictus aus dem Requiem solenne in As-Dur, 1784
© 1997 Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck

I. Malzat, Sinfonia concertante in C-Dur für Oboe und Fagott
© 2016 Institut für Tiroler Musikforschung Innsbruck


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